DAX: Erholung abgewürgt
04.02.26 03:49
Börse Global
Die Erleichterung war nur von kurzer Dauer. Nachdem der DAX am Dienstagmorgen noch mit Schwung über die Marke von 25.000 Punkten gesprungen war, bröckelten die Gewinne im Tagesverlauf kontinuierlich ab. Am Ende stand ein Minus von 0,07 Prozent auf 24.780,79 Punkte – die seit Freitag laufende Erholung ist vorerst gestoppt.
Der Übeltäter saß diesmal jenseits des Atlantiks. Während die US-Börsen freundlich starteten, drehte die Technologiebranche plötzlich ins Minus. Die Nasdaq sackte um 1,2 Prozent ab, während der Dow Jones nach einem Rekordhoch seine Gewinne wieder abgab. Am Markt wird von einer Rotation aus Tech-Werten in traditionelle Industrie-, Konsumgüter- und Finanzwerte gesprochen.
Tech-Sektor unter Beschuss
Die Schwäche aus Übersee riss auch hiesige Technologiewerte mit. SAP, die zunächst von einem positiven Analystenkommentar der Santander profitiert hatten, stürzten um 4,6 Prozent ab. Infineon verloren 1,9 Prozent, Atoss Software im SDAX sogar 8,1 Prozent. Die Rotation weg von Technologiewerten belastete den DAX spürbar, nachdem dieser am Vormittag noch über 25.000 Punkte geklettert war.
Für zusätzlichen Gegenwind sorgte Zalando. Die Aktie des Online-Modehändlers brach um 12,1 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley vor aufkommender Konkurrenz durch Social-Media-Netzwerke wie Tiktok Shop gewarnt hatte. Die DZ Bank hielt den Kursrutsch für "nicht nachvollziehbar" – Zalando sei der Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert, sondern ein aktiver Gestalter.
Edelmetalle beruhigen sich
Immerhin ein positiver Aspekt: Nach den heftigen Turbulenzen am Gold- und Silbermarkt setzte eine Beruhigung ein. Die Preise erholten sich weiter von ihrem drastischen Einbruch. Laut Ahmad Assiri vom Handelshaus Pepperstone haben sich die Rahmenbedingungen für Edelmetalle insgesamt kaum verändert. Der Goldpreis, der von 5.570 auf 4.200 US-Dollar eingebrochen war, stabilisierte sich wieder etwas.
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Am ETC-Markt herrschte nach den Verkaufswellen der vergangenen Tage ebenfalls Ruhe. Bis Donnerstag war mal gekauft, mal verkauft worden, am Freitag nach Bekanntgabe des Powell-Nachfolgers Kevin Warsh fast nur verkauft. Die Nominierung eines Trump-treueren Fed-Chefs machte sichere Häfen weniger attraktiv.
Lichtblicke bei Industriewerten
Daimler Truck setzte sich gegen den Trend durch und kletterte um 5,9 Prozent. Die Bank of America stufte die Aktie hoch und argumentierte, der Lkw-Zyklus nehme Fahrt auf, die Bewertungen seien günstig und die Gewinnerwartungen hätten Luft nach oben. Auch Stahlwerte erholten sich nach ihrem jüngsten Rücksetzer: Thyssenkrupp gewannen im MDAX 6,0 Prozent, Salzgitter im SDAX 4,2 Prozent.
Der MDAX legte minimal um 0,08 Prozent auf 31.537,33 Zähler zu. Europaweit schlossen die wichtigsten Börsen leicht schwächer. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,20 Prozent auf 5.995,35 Punkte, nachdem er zuvor mit 6.073,34 Punkten ein neues Allzeithoch markiert hatte.
Volatilität bleibt Thema
Experten rechnen damit, dass es am deutschen Aktienmarkt im Februar volatil bleiben dürfte. Das Börsenjahr 2026 zeige sich von Beginn an deutlich nervöser, worauf die vergangenen Wochen einen Vorgeschmack geliefert hätten, so die Analysten von Index Radar. Das am 13. Januar erreichte Rekordhoch bei 25.507,79 Punkten rückt wieder in weitere Ferne.
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