Deutsche Telekom unter Königshürde
07.06.02 16:48
Investor-Village
Wie die Analysten von "Investor-Village" berichten kommt die Aktie der Deutschen Telekom AG (WKN 555750) im Königstest auf 41 Punkte und bleibt weit unter der Königshürde von 70 Punkten.
Weltweit sei die Deutsche Telekom die Nummer 3, in Europa die Nummer 1 unter den Telekommunikationsunternehmen. In der Empfehlungsliste von "Investor-Village" fehle die Aktie des ehemaligen Staatsbetriebs. Im Königstest erreiche die Telekom magere 41 Punkte.
Die Liberalisierung der deutschen Telekommunikation sei am 1. Januar 1998 entscheidend voran gekommen: Die ehemalige Monopolistin Deutsche Telekom sei seitdem verpflichtet, Wettbewerbern Zugang zu ihrem Netz zu gewähren. Um den Monopol-Verlust auszugleichen, wolle der "rosa Riese" international expandieren. Das Ergebnis der Strategie sei allerdings nicht überzeugend. An manchen Punkten der Telekom-Unternehmensgeschichte fühle man sich an Strukturen erinnert, die dem Privatanleger eher vom Neuen Markt geläufig seien.
In bestimmter Weise treffe der Begriff Volksaktie noch zu: Die Zahl von 2 Millionen Aktionären sei im Inland unübertroffen. Außerdem führe die Deutsche Telekom weltweit bei der Zahl von Aktionären außerhalb des Heimatlandes. Die Aktie habe ihren Höchstkurs von 103,50 Euro am 6. März 2000 erreicht. Seitdem sei es rasant abwärts gegangen. Fronleichnam 2002 (30. Mai) habe der Kurs um 11,66 Euro gependelt - minus 88,79% gegenüber dem Höchstkurs, minus 19,97% gegenüber dem Emissionskurs.
In den 90er Jahren habe die Deutsche Telekom hauptsächlich in die Infrastruktur in den neuen Bundesländern und in die Netz-Digitalisierung investiert. Die Ersteigerung von UMTS-Lizenzen am 17. August 2000 habe eine neue Art von Investition bedeutet: Über 8 Mrd. Euro seien dem Staat allein für die Rechte bezahlt worden, auf bestimmten Frequenzen den zukünftigen Mobilfunk-Standard UMTS anbieten zu dürfen. Insgesamt hätten die Lizenz-Ersteigerer (Mannesmann Mobilfunk, VIAG Interkomm, e-plus, Mobilcom / France Télécom und Telefónica / Sonera rund 50 Mrd. Euro für die deutschen UMTS-Lizenzen bezahlt. Bei anderen UMTS-Auktionen wie zum Beispiel in Frankreich, Spanien und Italien habe die Telekom auf die Teilnahme verzichtet.
Im Mai 2001 habe die Telekom das US-Mobilfunkunternehmen Voicestream übernommen. Deren Aktionäre hätten im Tausch Telekom-Aktien bekommen, die sie erst nach einer Haltefrist hätten verkaufen dürfen. Nach Fristablauf (1. September 2001) seien große Aktienpakete auf den Markt gekommen und hätten auf den Telekom-Kurs gedrückt. In der Telekom-Bilanz könnte sich für Voicestream ein Abschreibungsbedarf bis zu 15 Mrd. US-Dollar ergeben.
Telekom-Chef Ron Sommer habe im März 2001 wegen des Themas Abschreibungen sogar Kontakt mit der Staatsanwaltschaft gehabt: Die 35.000 Telekom-Immobilien in der Bilanz seien zu hoch bewertet gewesen - Abschreibungen in der Größenordnung von 2 Mrd. Euro seien notwendig gewesen.
Um ihren Schuldenstand zu reduzieren, sei die Telekom ans Tafelsilber gegangen und habe mit dem Verkauf ihrer TV-Kabelnetze begonnen, die aus dem Kerngeschäft herausdefiniert worden seien.
Im Geschäftsjahr 2001 sei der Deutschen Telekom ein Nettoverlust von 3,5 Mrd. Euro entstanden. Dafür hätten die erhöhten Abschreibungen (1999: 8,47 Mrd. Euro, 2001: 15,22 Mrd. Euro) gesorgt. Diese seien im besten Fall einmalige "Ausrutscher". Doch der Personalaufwand sei ebenso heftig (1999: 9,21 Mrd. Euro, 2001: 12,11 Mrd. Euro) wie der Materialaufwand (1999: 7,67 Mrd. Euro, 2001: 13,48 Mrd. Euro) gestiegen. Gerade der Personalaufwand sei schwer zu reduzieren.
Im Königstest kommt die Deutsche Telekom auf 41 Punkte und bleibt weit unter der Königshürde von 70 Punkten, so die Analysten von "Investor-Village". Von einem DAX-Unternehmen würden die Analysten in den allgemeinen Kriterien mindestens 30 Punkte erwarten. Hier bekomme die Telekom 29 Punkte. Insgesamt bleibe das Bonner Unternehmen unter 50 Punkten. Damit können sich die Analysten von "Investor-Village" mangels ordentlicher Punktzahl im Königstest nähere Berechnungen des Inneren Wertes bis auf weiteres sparen.
Weltweit sei die Deutsche Telekom die Nummer 3, in Europa die Nummer 1 unter den Telekommunikationsunternehmen. In der Empfehlungsliste von "Investor-Village" fehle die Aktie des ehemaligen Staatsbetriebs. Im Königstest erreiche die Telekom magere 41 Punkte.
Die Liberalisierung der deutschen Telekommunikation sei am 1. Januar 1998 entscheidend voran gekommen: Die ehemalige Monopolistin Deutsche Telekom sei seitdem verpflichtet, Wettbewerbern Zugang zu ihrem Netz zu gewähren. Um den Monopol-Verlust auszugleichen, wolle der "rosa Riese" international expandieren. Das Ergebnis der Strategie sei allerdings nicht überzeugend. An manchen Punkten der Telekom-Unternehmensgeschichte fühle man sich an Strukturen erinnert, die dem Privatanleger eher vom Neuen Markt geläufig seien.
In bestimmter Weise treffe der Begriff Volksaktie noch zu: Die Zahl von 2 Millionen Aktionären sei im Inland unübertroffen. Außerdem führe die Deutsche Telekom weltweit bei der Zahl von Aktionären außerhalb des Heimatlandes. Die Aktie habe ihren Höchstkurs von 103,50 Euro am 6. März 2000 erreicht. Seitdem sei es rasant abwärts gegangen. Fronleichnam 2002 (30. Mai) habe der Kurs um 11,66 Euro gependelt - minus 88,79% gegenüber dem Höchstkurs, minus 19,97% gegenüber dem Emissionskurs.
Im Mai 2001 habe die Telekom das US-Mobilfunkunternehmen Voicestream übernommen. Deren Aktionäre hätten im Tausch Telekom-Aktien bekommen, die sie erst nach einer Haltefrist hätten verkaufen dürfen. Nach Fristablauf (1. September 2001) seien große Aktienpakete auf den Markt gekommen und hätten auf den Telekom-Kurs gedrückt. In der Telekom-Bilanz könnte sich für Voicestream ein Abschreibungsbedarf bis zu 15 Mrd. US-Dollar ergeben.
Telekom-Chef Ron Sommer habe im März 2001 wegen des Themas Abschreibungen sogar Kontakt mit der Staatsanwaltschaft gehabt: Die 35.000 Telekom-Immobilien in der Bilanz seien zu hoch bewertet gewesen - Abschreibungen in der Größenordnung von 2 Mrd. Euro seien notwendig gewesen.
Um ihren Schuldenstand zu reduzieren, sei die Telekom ans Tafelsilber gegangen und habe mit dem Verkauf ihrer TV-Kabelnetze begonnen, die aus dem Kerngeschäft herausdefiniert worden seien.
Im Geschäftsjahr 2001 sei der Deutschen Telekom ein Nettoverlust von 3,5 Mrd. Euro entstanden. Dafür hätten die erhöhten Abschreibungen (1999: 8,47 Mrd. Euro, 2001: 15,22 Mrd. Euro) gesorgt. Diese seien im besten Fall einmalige "Ausrutscher". Doch der Personalaufwand sei ebenso heftig (1999: 9,21 Mrd. Euro, 2001: 12,11 Mrd. Euro) wie der Materialaufwand (1999: 7,67 Mrd. Euro, 2001: 13,48 Mrd. Euro) gestiegen. Gerade der Personalaufwand sei schwer zu reduzieren.
Im Königstest kommt die Deutsche Telekom auf 41 Punkte und bleibt weit unter der Königshürde von 70 Punkten, so die Analysten von "Investor-Village". Von einem DAX-Unternehmen würden die Analysten in den allgemeinen Kriterien mindestens 30 Punkte erwarten. Hier bekomme die Telekom 29 Punkte. Insgesamt bleibe das Bonner Unternehmen unter 50 Punkten. Damit können sich die Analysten von "Investor-Village" mangels ordentlicher Punktzahl im Königstest nähere Berechnungen des Inneren Wertes bis auf weiteres sparen.
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