Deutsche Telekom weiter abwärts
13.05.02 15:51
Investor-Village
Den Analysten von "Investor-Village" zufolge müssen Aktionäre der Deutschen Telekom AG (WKN 555750) weiter leidensfähig bleiben.
Die Bilanz der ehemaligen Volksaktie Deutsche Telekom sei ernüchternd: Seit dem Höchststand von 104,00 Euro am 3. März 2000 habe sich der Kurs der Aktie mehr als geachtelt. Allein seit dem Beginn dieses Jahres hätten die T-Aktionäre einem Wertverlust von fast 37% zusehen müssen: Anfang 2002 habe die Aktie noch bei 20,41 Euro notiert! Und derzeit sehe es nicht danach aus, als ob die Telekom-Anteile in den kommenden Monaten zu einem Renner würden. Eher sollten sich die T-Aktionäre noch etwas wärmer anziehen - oder gleich verkaufen.
Seit Anfang Mai liege jeder, der jemals zuvor T-Aktien erworben habe (und sie noch immer besitze) im Verlust. Denn seit diesem Zeitpunkt habe das Papier neue Allzeittiefs erreicht. Auslöser sei eine Herabstufung durch die Analysten der US-Geschäftsbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers gewesen.
Für die Voraussetzungen zu diesen Herabstufungen habe die Telekom entsprechende Vorarbeit geliefert: Ein Nettoverlust von 3,5 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr, Schulden von mehr als 67 Mrd. Euro, die für 2002 geplante Reduzierung der Schulden auf 50 Mrd. Euro werde wegen des gescheiterten TV-Kabelnetzverkaufs an den US-Konzern Liberty Media auf Ende 2003 verschoben, und obendrein auch noch Pläne zur Ausgabe einer Anleihe in Milliardenhöhe, über deren genaue Konditionen sich der Konzern noch ausschweige.
Gerade der letzte Punkt habe die Gemüter angeheizt: Schließlich kämen die Pläne zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Gerüchteweise sei von einem Betrag zwischen 5 und 8 Mrd. Euro die Rede, der aus zwei Tranchen (Euro und Dollar) bestehen solle. Mit den Geldern sollen Altschulden bedient werden.
Das Umfeld für Telekommunikationsaktien sei ohnehin angeschlagen: Die meisten Konzerne der Branche seien hoch verschuldet. Vor kurzem habe Konkurrent Vodafone seine Gewinnerwartungen für Deutschland und Italien nach unten korrigieren müssen. Die Rating-Agenturen Moody's und Fitch hätten Ende letzter Woche das Rating für die Schulden des US-Ferngesprächeanbieters Worldcom in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar gleich um drei Stufen reduziert. Standard & Poors habe die Anleihen auf "BB" zurückgestuft. Damit hätten die Wertpapiere von Worldcom ihren Status als "sichere Anleihen" verloren und praktisch Junkbond-Qualität.
Für die Telekom-Pläne keine guten Voraussetzungen. Klar sei: Die Anleihe solle kommen. Den Zeitpunkt der Emission wolle man jedoch von den Marktbedingungen abhängig machen. Die würden aber mit weiter fallendem T-Aktienkurs und durch die Vorgänge um Worldcom - für Telekommunikationsunternehmen im Allgemeinen und die Telekom im Besonderen - nicht gerade besser. Sprich: Die Telekom müsse immer mehr bieten, um ihre Anleihe überhaupt an den Mann zu bringen. Das verteuere wiederum die Kostenseite.
Aber noch ein Punkt belaste den T-Aktienkurs: Während die Konkurrenz in der jüngeren Vergangenheit ihre zu völlig überzogenen Kursen erworbenen Beteiligungen zu einem großen Teil abgeschrieben habe, habe die Telekom bislang in diesem Punkt gezögert. Eine Korrektur dürfte jedoch mindestens für die US-Zukäufe Voicestream und Powertel notwendig sein. Entsprechende Abschreibungen könnten bis zu 15 Mrd. US-Dollar erfordern.
Die Vergangenheit zeige es immer wieder: Falle eine Aktie auf neue Tiefstände, so werde in der Regel eine weitere Periode mit meist deutlich niedrigeren Kursen eingeleitet. Diese Regel dürfte sich auch im Fall T-Aktie erneut als richtig erweisen. Dafür sprächen Schulden, Verluste und Umfeld.
Daher müssen Telekom-Aktionäre weiter leidensfähig bleiben, so die Analysten von "Investor-Village".
Die Bilanz der ehemaligen Volksaktie Deutsche Telekom sei ernüchternd: Seit dem Höchststand von 104,00 Euro am 3. März 2000 habe sich der Kurs der Aktie mehr als geachtelt. Allein seit dem Beginn dieses Jahres hätten die T-Aktionäre einem Wertverlust von fast 37% zusehen müssen: Anfang 2002 habe die Aktie noch bei 20,41 Euro notiert! Und derzeit sehe es nicht danach aus, als ob die Telekom-Anteile in den kommenden Monaten zu einem Renner würden. Eher sollten sich die T-Aktionäre noch etwas wärmer anziehen - oder gleich verkaufen.
Seit Anfang Mai liege jeder, der jemals zuvor T-Aktien erworben habe (und sie noch immer besitze) im Verlust. Denn seit diesem Zeitpunkt habe das Papier neue Allzeittiefs erreicht. Auslöser sei eine Herabstufung durch die Analysten der US-Geschäftsbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers gewesen.
Für die Voraussetzungen zu diesen Herabstufungen habe die Telekom entsprechende Vorarbeit geliefert: Ein Nettoverlust von 3,5 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr, Schulden von mehr als 67 Mrd. Euro, die für 2002 geplante Reduzierung der Schulden auf 50 Mrd. Euro werde wegen des gescheiterten TV-Kabelnetzverkaufs an den US-Konzern Liberty Media auf Ende 2003 verschoben, und obendrein auch noch Pläne zur Ausgabe einer Anleihe in Milliardenhöhe, über deren genaue Konditionen sich der Konzern noch ausschweige.
Das Umfeld für Telekommunikationsaktien sei ohnehin angeschlagen: Die meisten Konzerne der Branche seien hoch verschuldet. Vor kurzem habe Konkurrent Vodafone seine Gewinnerwartungen für Deutschland und Italien nach unten korrigieren müssen. Die Rating-Agenturen Moody's und Fitch hätten Ende letzter Woche das Rating für die Schulden des US-Ferngesprächeanbieters Worldcom in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar gleich um drei Stufen reduziert. Standard & Poors habe die Anleihen auf "BB" zurückgestuft. Damit hätten die Wertpapiere von Worldcom ihren Status als "sichere Anleihen" verloren und praktisch Junkbond-Qualität.
Für die Telekom-Pläne keine guten Voraussetzungen. Klar sei: Die Anleihe solle kommen. Den Zeitpunkt der Emission wolle man jedoch von den Marktbedingungen abhängig machen. Die würden aber mit weiter fallendem T-Aktienkurs und durch die Vorgänge um Worldcom - für Telekommunikationsunternehmen im Allgemeinen und die Telekom im Besonderen - nicht gerade besser. Sprich: Die Telekom müsse immer mehr bieten, um ihre Anleihe überhaupt an den Mann zu bringen. Das verteuere wiederum die Kostenseite.
Aber noch ein Punkt belaste den T-Aktienkurs: Während die Konkurrenz in der jüngeren Vergangenheit ihre zu völlig überzogenen Kursen erworbenen Beteiligungen zu einem großen Teil abgeschrieben habe, habe die Telekom bislang in diesem Punkt gezögert. Eine Korrektur dürfte jedoch mindestens für die US-Zukäufe Voicestream und Powertel notwendig sein. Entsprechende Abschreibungen könnten bis zu 15 Mrd. US-Dollar erfordern.
Die Vergangenheit zeige es immer wieder: Falle eine Aktie auf neue Tiefstände, so werde in der Regel eine weitere Periode mit meist deutlich niedrigeren Kursen eingeleitet. Diese Regel dürfte sich auch im Fall T-Aktie erneut als richtig erweisen. Dafür sprächen Schulden, Verluste und Umfeld.
Daher müssen Telekom-Aktionäre weiter leidensfähig bleiben, so die Analysten von "Investor-Village".
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