Infineon zeichnen
22.02.00 00:00
GoingPublic-Online
Aufgrund des anhaltend hohen Preisniveus sowie einer sich weiter belebenden Nachfrage ist nach Meinung der Anlage-Experten des Neuemissions-Magazins GoingPublic im Bereich der Speicher-Chips (DRAMs) im laufenden Geschäftsjahr von Infineon (WKN 623100) auch mit einem deutlich positiven EBIT zu rechnen. Darauf deuteten auch die bereits vorliegenden Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 mit +126,7 Mio. Euro hin (Vorjahresquartal Minus 139 Mio. Euro).
Im ohnehin stark wachsenden Markt für drahtlose Kommunikation (Handies) gelte Infineon weltweit als die Nummer Eins unter den Technologielieferanten, so daß in diesem Segment über Jahre hinweg ein hohes Wachstum sicher erscheine. Nicht weniger zukunftsträchtig sei der Bereich Sicherheits- und Chipkarten-ICs. Als Wachstumstreiber gelten hier den Wertpapierspezialisten zu Folge e-Banking, e-Shopping sowie Identifikationssysteme.
Der Bereich Kommunikation und Multimedia decke ein Segment ab, in dem nicht zuletzt aufgrund des Siegeszugs des Internets weiterhin hohe Zuwächse zu erzielen sein werden. Einzig in der Automobil & Industrieelektronik scheinten die Bäume nicht in den Himmel zu wachsen.
Die geschätzten Wachstumsraten für das laufende wie für das kommende Jahr liegten für den Welthalbleitermarkt laut WSTS (World Semiconductor Trade Statistics = internationale Halbleiterstatistik) bei 19 % bzw. 16 %, wobei die treibenden Kräfte in den Entwicklungen bei Multimedia und Internet sowie einer steigenden Nachfrage nach PCs und Servern zu sehen seien. Nach Einschätzung des Branchenverbandes SIA werde die Halbleiterindustrie 2000 um 21 % auf 174 Mrd. USD ansteigen. Im vergangenen Jahr habe der Zuwachs etwa 12 % betragen. Für das Jahr 2001 erwarte der Verband ein Wachstum von 20 % auf 209 Mrd. USD und für 2002 einen Zuwachs um weitere 12 % auf 234 Mrd. USD.
Die Entwicklungen im vergangenen Geschäftsjahr und vor allem im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeigten ganz deutlich, daß Infineon auf dem richtigen Weg sei. Allerdings dürfe die Entwicklung des ersten Quartals aufgrund des starken Basiseffektes auf keinen Fall auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Betrachte man die vier Nichtspeicher-Bereiche (Automobil & Industrie-Elektronik, Kommunikation & Multimedia, Mobile Kommunikation, Sicherheits- und Chipkarten-ICs in Summe, so sei in Anbetracht der teilweise exponierten Marktpositionen ein überproportionales Umsatzwachstum für die kommenden Jahre wahrscheinlich. Zwar seien auch im Speicherbereich deutliche Volumenzuwächse zu erwarten. Auf mittlere Sicht sei jedoch mit einer Rückkehr der DRAM-Preise in ihren langfristigen Abwärtstrend zu rechnen. Mit dem baldigen Einsatz der in Kooperation mit Motorola entwickelten 300mm-Wafer-Technologie, gegenüber der bisherigen 200mm-Wafer-Technologie könnten die DRAM-Produktionkosten laut GoingPublic damit um etwa 30 % gesenkt werden, dürfte Infineon aber zumindestens für einige Zeit die Kostenführerschaft innehaben.
In einer statischen, ohne Berücksichtigung der Wachstumsraten, Untersuchung von vier Infineon-Konkurrenten (ST Microelectronics, Texas Instruments, Motorola, Micron Technologies) ergebe sich ein gewichtetes (Gewicht je nach Vergleichbarkeit mit Infineon) Branchen-KGV von 45. Diese Bewertung erscheine, begünstigt durch die jüngste Kurs-Rallye bei den Halbleiter-Aktien, für eine zyklische Branche sehr hoch. Setze man dieses KGV für Infineon an, so ergäbe sich gemäß GoingPublic bei einem geschätzten 2001er EPS von 0,7 Euro ein Emissionspreis von 33 Euro. Daraus würde bei der derzeitigen Aktienzahl (eine Kapitalerhöhung sei nur in relativ geringem Umfang geplant) ein Börsenwert von etwa 20 Mrd. Euro resultieren, so die Aktienexperten.
Abgesehen von der zweifellos guten wirtschaftlichen Ausgangsposition werde der Börsenerfolg in entscheidendem Maße von einer vernünftigen Wahl des Emisssionspreises abhängen. Bei dessen Ermittlung könnten zwar die über der Branche liegenden Wachstumsraten bei Infineon berücksichtigt werden, ein Zeichnungsanreiz, aber vor allem die starke Zyklizität des Halbleitermarktes sollten jedoch ebenso miteinbezogen werden.
Preisspanne: 29 bis 35 Euro
Abgabe von Kaufangeboten: bis 10. März
Erstnotiz: voraussichtlich am 13. März
Marktsegment: Amtlicher Handel
Plazierungsvolumen: 154.200.000 Aktien
Greenshoe: 19.275.000 Aktien
Im ohnehin stark wachsenden Markt für drahtlose Kommunikation (Handies) gelte Infineon weltweit als die Nummer Eins unter den Technologielieferanten, so daß in diesem Segment über Jahre hinweg ein hohes Wachstum sicher erscheine. Nicht weniger zukunftsträchtig sei der Bereich Sicherheits- und Chipkarten-ICs. Als Wachstumstreiber gelten hier den Wertpapierspezialisten zu Folge e-Banking, e-Shopping sowie Identifikationssysteme.
Der Bereich Kommunikation und Multimedia decke ein Segment ab, in dem nicht zuletzt aufgrund des Siegeszugs des Internets weiterhin hohe Zuwächse zu erzielen sein werden. Einzig in der Automobil & Industrieelektronik scheinten die Bäume nicht in den Himmel zu wachsen.
Die Entwicklungen im vergangenen Geschäftsjahr und vor allem im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zeigten ganz deutlich, daß Infineon auf dem richtigen Weg sei. Allerdings dürfe die Entwicklung des ersten Quartals aufgrund des starken Basiseffektes auf keinen Fall auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Betrachte man die vier Nichtspeicher-Bereiche (Automobil & Industrie-Elektronik, Kommunikation & Multimedia, Mobile Kommunikation, Sicherheits- und Chipkarten-ICs in Summe, so sei in Anbetracht der teilweise exponierten Marktpositionen ein überproportionales Umsatzwachstum für die kommenden Jahre wahrscheinlich. Zwar seien auch im Speicherbereich deutliche Volumenzuwächse zu erwarten. Auf mittlere Sicht sei jedoch mit einer Rückkehr der DRAM-Preise in ihren langfristigen Abwärtstrend zu rechnen. Mit dem baldigen Einsatz der in Kooperation mit Motorola entwickelten 300mm-Wafer-Technologie, gegenüber der bisherigen 200mm-Wafer-Technologie könnten die DRAM-Produktionkosten laut GoingPublic damit um etwa 30 % gesenkt werden, dürfte Infineon aber zumindestens für einige Zeit die Kostenführerschaft innehaben.
In einer statischen, ohne Berücksichtigung der Wachstumsraten, Untersuchung von vier Infineon-Konkurrenten (ST Microelectronics, Texas Instruments, Motorola, Micron Technologies) ergebe sich ein gewichtetes (Gewicht je nach Vergleichbarkeit mit Infineon) Branchen-KGV von 45. Diese Bewertung erscheine, begünstigt durch die jüngste Kurs-Rallye bei den Halbleiter-Aktien, für eine zyklische Branche sehr hoch. Setze man dieses KGV für Infineon an, so ergäbe sich gemäß GoingPublic bei einem geschätzten 2001er EPS von 0,7 Euro ein Emissionspreis von 33 Euro. Daraus würde bei der derzeitigen Aktienzahl (eine Kapitalerhöhung sei nur in relativ geringem Umfang geplant) ein Börsenwert von etwa 20 Mrd. Euro resultieren, so die Aktienexperten.
Abgesehen von der zweifellos guten wirtschaftlichen Ausgangsposition werde der Börsenerfolg in entscheidendem Maße von einer vernünftigen Wahl des Emisssionspreises abhängen. Bei dessen Ermittlung könnten zwar die über der Branche liegenden Wachstumsraten bei Infineon berücksichtigt werden, ein Zeichnungsanreiz, aber vor allem die starke Zyklizität des Halbleitermarktes sollten jedoch ebenso miteinbezogen werden.
Preisspanne: 29 bis 35 Euro
Abgabe von Kaufangeboten: bis 10. März
Erstnotiz: voraussichtlich am 13. März
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Plazierungsvolumen: 154.200.000 Aktien
Greenshoe: 19.275.000 Aktien
Werte im Artikel
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