SBF: Markterholung lässt weiter auf sich warten - Guidance 2024 nach unten korrigiert - Aktienanalyse
21.05.24 18:06
Montega AG
Hamburg (www.aktiencheck.de) - SBF-Aktienanalyse von der Montega AG:
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der SBF AG (ISIN: DE000A2AAE22, WKN: A2AAE2, Ticker-Symbol: CY1K) weiterhin zu kaufen.
SBF habe am vergangenen Mittwoch seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2023 veröffentlicht, nachdem bereits in der Woche zuvor die Guidance für das laufende Jahr gesenkt worden sei. Aufgrund der anhaltend schwachen Marktbedingungen und der zunehmend geringen Visibilität würden die Analysten ihre Schätzungen zum Teil deutlich anpassen.
Rückblick auf schwaches Jahr 2023: SBF habe seine Prognosen bereits zu H1/23 von >40 Mio. EUR Umsatz sowie >2,3 Mio. EBITDA auf 34,0 bis 35,0 Mio. EUR Umsatz und 1,0 Mio. EUR EBITDA reduziert. Erlösseitig hätten diese zwar mit 34,0 Mio. EUR am unteren Ende der eigenen Spanne erreicht werden können und nur leicht unter der Analystenerwartung gelegen (MONe: 34,4 Mio. EUR), beim Ergebnis sei das Unternehmen mit einem EBITDA von -1,0 Mio. EUR jedoch deutlich hinter den eigenen Ambitionen und hinter den Analystenprognosen (MONe: 0,2 Mio. EUR) zurückgeblieben.
Insbesondere das Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung habe unter der schwachen Konjunktur gelitten, sodass neben einem enttäuschenden Umsatz i.H.v. 15,7 Mio. EUR die EBITDA-Marge mit -10,8% aufgrund der zu hohen Fixkostenbasis zweistellig negativ ausgefallen sei. Diese sei auf ein Umsatzvolumen oberhalb von 20 Mio. EUR, die im Zuge der Übernahmen angestrebt worden seien, ausgelegt gewesen, was sich im vergangenen Jahr als nicht erreichbar erwiesen habe. Im Segment Schienenfahrzeuge habe SBF aufgrund von Projektverschiebungen einen rückläufigen Umsatz i.H.v. 19,0 Mio. EUR (-10,0% yoy; MONe: 20,0 Mio. EUR) und ein EBITDA von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR; MONe: 1,5 Mio. EUR) verzeichnet.
Klarer Fokus auf Kostenreduktion - Guidance reduziert: Aufgrund der schwachen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie wenig Anzeichen einer Verbesserung des Marktumfelds außerhalb des Bereichs Schienenfahrzeuge habe sich das Unternehmen gezwungen gesehen, die Prognose für 2024 anzupassen. Für das laufende Jahr werde nun ein Umsatz i.H.v. 48 - 50 Mio. EUR sowie ein negatives Konzernergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich erwartet (vorher: >50 Mio. EUR Umsatz & >5% EBITDA Marge). Der Fokus solle insbesondere auf der Senkung der Kostenstrukturen im Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung liegen, um mittelfristig wieder profitabel agieren zu können. Dazu sollten Produktionsstandorte geschlossen und auf die Region Budweis (Tschechien) reallokiert werden, was zu verringerten Mietkosten (MONe:-0,8 Mio. EUR) und Einsparungen im Personalbereich ab dem Jahr 2025 führen sollte. Für den Aufbau der Produktion am neuen Standort würden die Analysten einmalige CAPEX i.H.v. 4,0 Mio. EUR erwarten.
Das Segment Schienenfahrzeuge bleibe langfristig weiter attraktiv, was u.a. durch die positiven Aussagen der OEMs Siemens Mobility und Stadler bestätigt werde. So erwarte Stadler einen Umsatz von über 5,0 Mrd. CHF im Jahr 2026 (CAGR 2023-2026: 13,5%), wovon bereits knapp 90% für den Gesamtzeitraum in den Auftragsbüchern stünden.
Von dem Branchenwachstum dürfte SBF aufgrund der bestehenden Verträge unmittelbar profitieren und in diesem Geschäftsfeld für 2024 ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein positives Ergebnis aufweisen, welches in den Folgejahren weiteres Potenzial für eine Verbesserung aufweise. Zudem dürfte die Integration der AMS (Segment Sensortechnik und Elektromechanik) in den Konzern im Vordergrund stehen, die zu einem anorganischen Umsatzwachstum in 2024 (MONe: 13,5 Mio. EUR) führen werde.
Deutliche Reduzierung der Prognosen: Die Geschäftsentwicklung der Lunux Lighting (Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung) bleibe klar hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Restrukturierung sei folgerichtig und sollte mittelfristig wieder zu positiven Ergebnissen führen, wenngleich die Analysten die Wachstumsaussichten deutlich schwächer einschätzen würden als zuvor. Dies stehe im Einklang mit der Anpassung der Kostenstrukturen auf niedrigere Umsatzniveaus. Lichtblick für die kommenden Jahre bleibe vor allem das Stammsegment Schienenfahrzeuge, in dem das Unternehmen von dem Branchenwachstum insgesamt profitieren sollte. Insgesamt würden die Analysten jedoch nach der wiederholten Prognosesenkung ihre Erwartungen für 2024ff. auf Top und Bottom Line signifikant reduzieren und den Beta-Faktor aufgrund der gestiegenen Unsicherheit im Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung sowie der Zyklizität der erworbenen AMS auf 1,4 erhöhen (vorher: 1,3).
Das anspruchsvolle Umfeld spiegele sich im zurzeit schwachen Zahlenwerk wider. Dies erfordere eine Anpassung der Analystenprognosen, sodass das Kursziel von 9,50 EUR auf 5,00 EUR sinke. Dennoch bleibt die SBF-Aktie aufgrund der Bewertung unterhalb des Buchwerts (KBV: 0,8) sowie des geringen Umsatzmultiples (EV/Umsatz 2024e: 0,5) in Verbindung mit den mittelfristigen Margenaussichten kaufenswert, so Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Analysten der Montega AG. (Analyse vom 21.05.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze SBF-Aktie:
Börse Stuttgart-Aktienkurs SBF-Aktie:
2,82 EUR -6,00% (21.05.2024, 17:15)
ISIN SBF-Aktie:
DE000A2AAE22
WKN SBF-Aktie:
A2AAE2
Ticker-Symbol SBF-Aktie:
CY1K
Kurzprofil SBF AG
Die SBF AG (ISIN: DE000A2AAE22, WKN: A2AAE2, Ticker-Symbol: CY1K) und ihre Beteiligungen sind im Mobilitätssektor, insbesondere der Schienenfahrzeugindustrie tätig. Die SBF AG fungiert hierbei als geschäftsleitende Holdinggesellschaft. Der operative Geschäftsbereich wird durch die Tochtergesellschaft SBF Spezialleuchten GmbH betrieben.
Die SBF Spezialleuchten GmbH ist ein internationaler Systemanbieter für Decken-, Beleuchtungs- und Belüftungssysteme für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen hat sich dabei auf LED-Systeme für den Außen- und Innenbereich von Schienenfahrzeugen jeglicher Bauart spezialisiert. Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei von Front- und Trittstufenbeleuchtungen im Exterieur über Lichtbänder in Deckensystemen und Leseleuchten im Interieur. Ein starker Fokus in der Entwicklung liegt auf dem neuen Trend, mittels Applikationen den Kundennutzen deutlich zu erhöhen. Die SBF Spezialleuchten GmbH bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Konzeption über die Konstruktion bis hin zur Fertigung ab. (21.05.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Miguel Lago Mascato und Bastian Brach, Aktienanalysten der Montega AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der SBF AG (ISIN: DE000A2AAE22, WKN: A2AAE2, Ticker-Symbol: CY1K) weiterhin zu kaufen.
SBF habe am vergangenen Mittwoch seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2023 veröffentlicht, nachdem bereits in der Woche zuvor die Guidance für das laufende Jahr gesenkt worden sei. Aufgrund der anhaltend schwachen Marktbedingungen und der zunehmend geringen Visibilität würden die Analysten ihre Schätzungen zum Teil deutlich anpassen.
Rückblick auf schwaches Jahr 2023: SBF habe seine Prognosen bereits zu H1/23 von >40 Mio. EUR Umsatz sowie >2,3 Mio. EBITDA auf 34,0 bis 35,0 Mio. EUR Umsatz und 1,0 Mio. EUR EBITDA reduziert. Erlösseitig hätten diese zwar mit 34,0 Mio. EUR am unteren Ende der eigenen Spanne erreicht werden können und nur leicht unter der Analystenerwartung gelegen (MONe: 34,4 Mio. EUR), beim Ergebnis sei das Unternehmen mit einem EBITDA von -1,0 Mio. EUR jedoch deutlich hinter den eigenen Ambitionen und hinter den Analystenprognosen (MONe: 0,2 Mio. EUR) zurückgeblieben.
Insbesondere das Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung habe unter der schwachen Konjunktur gelitten, sodass neben einem enttäuschenden Umsatz i.H.v. 15,7 Mio. EUR die EBITDA-Marge mit -10,8% aufgrund der zu hohen Fixkostenbasis zweistellig negativ ausgefallen sei. Diese sei auf ein Umsatzvolumen oberhalb von 20 Mio. EUR, die im Zuge der Übernahmen angestrebt worden seien, ausgelegt gewesen, was sich im vergangenen Jahr als nicht erreichbar erwiesen habe. Im Segment Schienenfahrzeuge habe SBF aufgrund von Projektverschiebungen einen rückläufigen Umsatz i.H.v. 19,0 Mio. EUR (-10,0% yoy; MONe: 20,0 Mio. EUR) und ein EBITDA von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR; MONe: 1,5 Mio. EUR) verzeichnet.
Klarer Fokus auf Kostenreduktion - Guidance reduziert: Aufgrund der schwachen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie wenig Anzeichen einer Verbesserung des Marktumfelds außerhalb des Bereichs Schienenfahrzeuge habe sich das Unternehmen gezwungen gesehen, die Prognose für 2024 anzupassen. Für das laufende Jahr werde nun ein Umsatz i.H.v. 48 - 50 Mio. EUR sowie ein negatives Konzernergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich erwartet (vorher: >50 Mio. EUR Umsatz & >5% EBITDA Marge). Der Fokus solle insbesondere auf der Senkung der Kostenstrukturen im Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung liegen, um mittelfristig wieder profitabel agieren zu können. Dazu sollten Produktionsstandorte geschlossen und auf die Region Budweis (Tschechien) reallokiert werden, was zu verringerten Mietkosten (MONe:-0,8 Mio. EUR) und Einsparungen im Personalbereich ab dem Jahr 2025 führen sollte. Für den Aufbau der Produktion am neuen Standort würden die Analysten einmalige CAPEX i.H.v. 4,0 Mio. EUR erwarten.
Das Segment Schienenfahrzeuge bleibe langfristig weiter attraktiv, was u.a. durch die positiven Aussagen der OEMs Siemens Mobility und Stadler bestätigt werde. So erwarte Stadler einen Umsatz von über 5,0 Mrd. CHF im Jahr 2026 (CAGR 2023-2026: 13,5%), wovon bereits knapp 90% für den Gesamtzeitraum in den Auftragsbüchern stünden.
Von dem Branchenwachstum dürfte SBF aufgrund der bestehenden Verträge unmittelbar profitieren und in diesem Geschäftsfeld für 2024 ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein positives Ergebnis aufweisen, welches in den Folgejahren weiteres Potenzial für eine Verbesserung aufweise. Zudem dürfte die Integration der AMS (Segment Sensortechnik und Elektromechanik) in den Konzern im Vordergrund stehen, die zu einem anorganischen Umsatzwachstum in 2024 (MONe: 13,5 Mio. EUR) führen werde.
Deutliche Reduzierung der Prognosen: Die Geschäftsentwicklung der Lunux Lighting (Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung) bleibe klar hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Restrukturierung sei folgerichtig und sollte mittelfristig wieder zu positiven Ergebnissen führen, wenngleich die Analysten die Wachstumsaussichten deutlich schwächer einschätzen würden als zuvor. Dies stehe im Einklang mit der Anpassung der Kostenstrukturen auf niedrigere Umsatzniveaus. Lichtblick für die kommenden Jahre bleibe vor allem das Stammsegment Schienenfahrzeuge, in dem das Unternehmen von dem Branchenwachstum insgesamt profitieren sollte. Insgesamt würden die Analysten jedoch nach der wiederholten Prognosesenkung ihre Erwartungen für 2024ff. auf Top und Bottom Line signifikant reduzieren und den Beta-Faktor aufgrund der gestiegenen Unsicherheit im Segment Öffentliche und Industrielle Beleuchtung sowie der Zyklizität der erworbenen AMS auf 1,4 erhöhen (vorher: 1,3).
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.
Börsenplätze SBF-Aktie:
Börse Stuttgart-Aktienkurs SBF-Aktie:
2,82 EUR -6,00% (21.05.2024, 17:15)
ISIN SBF-Aktie:
DE000A2AAE22
WKN SBF-Aktie:
A2AAE2
Ticker-Symbol SBF-Aktie:
CY1K
Kurzprofil SBF AG
Die SBF AG (ISIN: DE000A2AAE22, WKN: A2AAE2, Ticker-Symbol: CY1K) und ihre Beteiligungen sind im Mobilitätssektor, insbesondere der Schienenfahrzeugindustrie tätig. Die SBF AG fungiert hierbei als geschäftsleitende Holdinggesellschaft. Der operative Geschäftsbereich wird durch die Tochtergesellschaft SBF Spezialleuchten GmbH betrieben.
Die SBF Spezialleuchten GmbH ist ein internationaler Systemanbieter für Decken-, Beleuchtungs- und Belüftungssysteme für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen hat sich dabei auf LED-Systeme für den Außen- und Innenbereich von Schienenfahrzeugen jeglicher Bauart spezialisiert. Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei von Front- und Trittstufenbeleuchtungen im Exterieur über Lichtbänder in Deckensystemen und Leseleuchten im Interieur. Ein starker Fokus in der Entwicklung liegt auf dem neuen Trend, mittels Applikationen den Kundennutzen deutlich zu erhöhen. Die SBF Spezialleuchten GmbH bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Konzeption über die Konstruktion bis hin zur Fertigung ab. (21.05.2024/ac/a/nw)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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