Fielmann, eine echte Erfolgsstory
| eröffnet am: | 15.12.06 09:45 von: | hui456 |
| neuester Beitrag: | 14.04.26 23:43 von: | MrTrillion3 |
| Anzahl Beiträge: | 713 | |
| Leser gesamt: | 480984 | |
| davon Heute: | 140 | |
bewertet mit 6 Sternen |
||
|
|
||
Aber was ist denn jetzt los?
https://www.fielmann-group.com/news/detail/...enziel-der-vision-2025/
Wie schätzt Ihr die weiteren Aussichten ein?
https://www.finanznachrichten.de/...lye-weiterhin-kaufenswert-486.htm
https://www.finanznachrichten.de/...ktie-ganz-starke-visionen-486.htm
https://www.fielmann-group.com/fileadmin/fielmann/...bericht_2025.pdf
Wie schätzt Ihr die weiteren Aussichten ein?
https://www.finanznachrichten.de/...ktie-7-warum-der-einbruch-486.htm
https://www.ariva.de/aktien/...nn-fallen-nach-zahlen-experte-11737952
Nach Kursgewinnen von 30 Prozent im laufenden Jahr legen die Papiere von Brillen-Riese Fielmann eine Verschnaufpause ein. Analysten machen ein schwieriges Marktumfeld für die fehlende Dynamik verantwortlich.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Fielmann bestätigt die Prognose: Darum fällt die Aktie trotzdem
Anleger fragen sich offenbar weiter, ob die tags zuvor bestätigten Jahresziele möglicherweise doch zu hoch liegen. Analyst Thomas Wissler von MWB Research hält sowohl den angestrebten Umsatz als auch die avisierte Profitabilität allerdings für gut erreichbar. Zudem lobte er die "klaren Ziele für 2030", die angesichts der verlässlichen Umsetzung in der Vergangenheit für eine attraktive Anlagestory sorgten.
Mit seinem Kursziel von 68 Euro traut er den Aktien eine Rückkehr auf das Niveau vom Frühjahr 2021 zu. Der vermeintliche Bruch des Abwärtstrends seit Anfang 2020 war zuletzt allerdings nur ein Strohfeuer.
Quelle: dpa-AFX
Die Änderungen werden zum 22. September wirksam. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden (physisch replizierende ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann./nas/jha/bek
https://www.ariva.de/aktien/...-von-fielmann-schmelzen-trotz-11886394
So lasse ich mir das gefallen. Vorläufige 25er Zahlen sind raus und der Kurs zieht an, weil somit gewisse Ängste vieler Leute die an der Seitenlinie standen sich als unbegründet herrausgestellt haben. vielleicht stellt auch der ein oder andere LV jetzt seine Position wieder glatt. Wie ich ja schon vor kurzem geschrieben hatte ist fundamental nicht so ganz zu verstehen gewesen warum der Kurs so weit nach unten wieder konsolidiert hat, obwohl die Lage garnicht so schlecht erschien, wenn man z.B. die soliden Q.3 25 angesehen hatte. Da hätte schon etwas unerwartet schwerwiegend Negatives passieren müssen in Q.4 , was mir aber nicht so wahrscheinlich für erschien. Wie so oft scheint nun wieder im Bereich 38,50/40,00 ein Boden zu sein. Im Weekly-Chart unten sieht man ja, wie stark der MACD auch inzwischen überverkauft war und man aktuell den Triggerschnitt nach oben dort vollzieht. Auch der Bereich um 42€ ist nun wieder deutlich zurückerobert worden. Wichtig wäre dies auch in Zukunft weiter zu verteidigen. Nächste höhere Widerstandregion läge rund bei ca. 45€ , d.h. dem Hoch von Anfang Januar. Hier ist man aktuell auch schon angekommen. Ob es verteidig wird muß man sehen daher mal abwarten, wie der heutige SK aussieht oder der morgige Wochen-SK. Möglicherweise ist nach dem ersten starken Sprung da auch wieder etwas Luft holen angesagt. Wichtig war für mich bei den Zahlen nicht nur der Umsatzanstieg, sondern auch die Marge bzw. der Gewinnentwicklung. Die gestiegene Dividende ist entsprechend dann eine Folge davon. Da scheint man wohl in den USA weitere gute Fortschritte zu machen, d.h. weiter (wenn auch langsam) in die Richtung zu gehen die man bei der Marge in Europa schon hat. Klar, was natürlich nicht so gut ist, daß ist halt die seit der Wahl von Trump gestiegene Dollarschwäche gegenüber dem Euro. Aber ich denke da sollte der größte Sprung nun schon gemacht worden.
Ich hatte mir wieder im Januar eine erste Teilposition gekauft als es unter 40€ ging. Wäre man nochmal Ich Richtung 38,25/39€ gegangen, dann hätte ich weiter nachgelegt. So scheint es unten erst einmal nicht zu den Kursen zu kommen. Daher bin ich jetzt nach den Zahlen bereit auch zu höheren Kursen weitere Teilpositionen einzugehen. Leider gibt es die neuen Prognosezahlen für 2026 erst mit den abschließenden Gesamtjahresbericht im April. Aber ich denke die Tendenz dort dürfte weiter in die Richtung gehen die man zuletzt gemacht hat. Und ich könnte mir vorstellen, daß man auch etwas stärker noch den Hörgerätebereich ausbauen möchte. Also mal schauen wie lange die Börsen-Herde jetzt wieder in die andere Richtung laufen will. Wäre natürlich der schönste Fall, wenn man weiter in Richtung des Abw.trend läuft der seit dem Hoch von Juli 2025 fällt und der noch etwas über 50€ notiert mit fallender Tendenz. Aber wie immer gilt auch hier: Börse ist kein Wunschkonzert ;) Also flexibel bleiben für alles was passiert.
Fielmann erzielt Rekordüberschuss - dpa-AFX | 12. Februar 2026,
https://www.ariva.de/mdax-performance-index/news/...erschuss-11906492
Die Fielmann -Gruppe, die Brillen und Hörgeräte anbietet, hat im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordüberschuss erzielt. Dieser stieg um fast ein Drittel auf 205 Millionen Euro, teilte das familiengeführte Unternehmen aus Hamburg anhand vorläufiger Zahlen am Donnerstag mit. Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 1,40 Euro je Aktie erhalten, gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Der Umsatz wuchs zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf vorläufig 2,4 Milliarden Euro - ...... In den USA, wo Fielmann in vergangenen Jahren mit SVS Vision und Shopko Optical Zukäufe getätigt hat, steigerte das MDax -Unternehmen den Umsatz dagegen deutlich - um 46 Prozent. In der Mitteilung ist die Entwicklung nicht näher begründet. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen des Konzerns, der mehr als 24.000 Mitarbeiter beschäftigt, lag vorläufig bei 581 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus um 18,2 Prozent. Den Ausblick auf 2026 und den Geschäftsbericht wird das Unternehmen am 30. April veröffentlichen..."
Der Umsatz wuchs zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf vorläufig 2,4 Milliarden Euro - und damit schwächer als in den zwei Vorjahren, wie es hieß. Im Inland fiel das Umsatzplus des international tätigen Unternehmens mit 4 Prozent unterdurchschnittlich aus. Fielmann beklagt eine schwache Konsumstimmung.
In den USA, wo Fielmann in vergangenen Jahren mit SVS Vision und Shopko Optical Zukäufe getätigt hat, steigerte das MDax -Unternehmen den Umsatz dagegen deutlich - um 46 Prozent. In der Mitteilung ist die Entwicklung nicht näher begründet.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen des Konzerns, der mehr als 24.000 Mitarbeiter beschäftigt, lag vorläufig bei 581 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus um 18,2 Prozent.
Den Ausblick auf 2026 und den Geschäftsbericht wird das Unternehmen am 30. April veröffentlichen.
Quelle: dpa-AFX
Es gibt demnach - trotz gutem Ergebnis - noch eine riesige Menge zu tun.
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...elmann-aktie-trendwende
Rekordergebnis bei FIELMANN ( 41,2 € ) Die Optikerkette steigerte den Gewinn im Jahr 2025
um fast ein Drittel auf 205 Mio. € bei 7,4 % Umsatzwachstum auf 2,4 Mrd. €. Entspre-
chend soll die Dividende mit 1,40 € je Aktie gut 20 % höher ausfallen. Die größten
Umsatzimpulse mit +46 % gab es aus den USA, wo man in vergangenen Jahren mit SVS
Vision und Shopko Optical Zukäufe getätigt hat. Die Fielmann-Aktie wird derzeit mit ei-
nem KGV von 16,4 und einem EV/EBITDA-Multiple von 7,1 gehandelt und somit im Mit-
tel ca. 35 % unter 10-Jahres-Durchschnitt. Nach Abschluss der M&A-Phase sind wieder
steigende Free Cashflows zu erwarten (FCF-Rendite 9,6 % für 2027e). Die Empfehlung
im Frankfurter Börsenbrief vor einer Woche hat Bestand: FIELMANN bietet mit Ziel 60 €
eine antizyklische Kaufchance.
Es wurde ja gestern spät am Abend der Abstieg vom MDAX zum SDAX beschossen seitens der Deutschen Börse.
=>https://www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=188633 "..Zum 23. März 2026 nimmt der Indexanbieter STOXX, der zur Deutsche Börse AG gehört, planmäßige Umstrukturierungen im MDAX und SDAX vor. In den MDAX steigen die Aktien von Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf – sie ersetzen TeamViewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec, die in den SDAX absteigen. .."
Das hat den Kurs heute zu Handelsbeginn nochmal kurz in die Nähe der 42er Marke laufen lassen und mir so nochmal einen weiteren Zukauf einer Teilposition ermöglicht, da ich hoffe die 42er Region wird weiter verteidigt (zumindest solange an der Gesamtbörse kein planloser Ausverkauf einsetzt). Der Abstieg in den SDAX war aber schon seit geraumer Zeit erkennbar und daher - anders als vielleicht bei Jenoptik heute - eigentlich schon eingepreist.Letztendlich ist das alles nichts ungewöhnliches. Und wer aus einem Index absteigt, der kann natürlich bei Kurserholung auch wieder aufsteigen. (was Fielmann ja im September 2025 so erlebte =>https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/...-ce7d59dcd189f72c ). Daher auch gut möglich in den kommenden 12 Monaten lauten die News dann irgendwann umgekehrt wie heute. Also gerne z.B. Meldung im September 2026 identisch wie 2025 ;) Am 23.3. wird der Indexwechsel umgesetzt. Da die Anbieter passiver MDAX ETF bzw. Indexprodukte dann erst die Umschichtung vollziehen, könnte es in den Tagen danach nochmal etwas Überschuß auf der Angebotsseite geben. Aber es gibt deutlich weniger passive Produkte auf den MDAX als auf den DAX. Somit könnte sich das in Grenzen halten.
Wichtig ist für mich vorerst was zuletzt verkündet wurde bei den Unternehmenszahlen. Das war erfreulich und gibt hoffentlich dem Kurs weiter die Kraft Richtung "Wunschbereich", d.h. dem seit dem Top von letztem Jahr fallenden Abw.trend. Natürlich ist mir auch klar, daß Börse kein Wunschkonzert ist. Entsprechend ist meine Absicherung hier Positionsreduzierung, falls es doch nachhaltig wieder unter 42€ gehen sollte. Also mal schauen wie sich das "Weel of Fortune" weiter drehen wird und ob Fielmann mit den Q.1 Zahlen weiter die positive Tendenz stützen wird.
"Die Risiken sind gesunken", schrieb BofA-Experte Thierry Cota in einer am Morgen veröffentlichten Kaufempfehlung. Das hohe Umsatzziel von vier Milliarden Euro für 2030 sei noch nicht in den Markterwartungen angekommen. Zudem beschleunige sich das Wachstum in den USA gerade.
Cota wies zudem im Vergleich mit anderen Konsumgüterkonzernen auf die geringe Abhängigkeit vom Ölpreis hin. Die angespannte geopolitische Lage treffe Fielmann so weitaus weniger als viele andere im Sektor. Brillengestelle kosteten das Unternehmen nur wenige Euro und auch die Umsatzkosten durch Fracht lägen im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Die Bewertung der Aktie sei historisch niedrig - sowohl absolut gesehen als auch im Branchenvergleich.
Quelle: dpa-AFX
Fielmann ist für mich auf dem Stand vom 14.4.2026 keine spektakuläre, aber eine sehr starke Aktie: ein marktführender Qualitätswert mit echter Substanz, klarer Preissetzung über Volumen und Effizienz, hoher Markenbekanntheit und einer seltenen Kombination aus Konsumgütergeschäft, Gesundheitsbezug und Familienunternehmenskultur. Die Aktie notiert aktuell nur im Bereich von rund 45 bis 46 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von etwa 58,7 Euro. (Reuters)
Die Geschichte des Unternehmens ist dabei ein echter Teil des Burggrabens. Günther Fielmann eröffnete 1972 in Cuxhaven sein erstes Geschäft und brach damals mit der üblichen Optikerlogik: Brillen offen präsentieren, Auswahl statt Bevormundung, kostenlose Services, Garantien und niedrigere Preise. 1981 kam mit dem sogenannten Nulltarif-Modell der große Durchbruch, als Fielmann Kassenpatienten statt weniger unattraktiver Modelle Hunderte Varianten ohne Zuzahlung anbot. 1994 ging das Unternehmen an die Börse. Seit 2019 führt Marc Fielmann die Gruppe allein in zweiter Generation; 2023 kam mit der Übernahme von SVS Vision der Einstieg in den US-Markt, 2024 folgte mit Shopko Optical der nächste große Schritt. (Fielmann Group AG)
Operativ ist Fielmann heute weit mehr als ein deutscher Brillenfilialist. Laut Geschäftsbericht 2024 erzielte die Gruppe 2,264 Milliarden Euro Umsatz, verkaufte 9,286 Millionen Brillen, betrieb 1.240 Niederlassungen und beschäftigte 24.363 Menschen. In Deutschland lag der Marktanteil 2024 bei 56 Prozent nach Stückzahl und 24 Prozent nach Umsatz. Das ist enorm und zeigt, wie dominant Fielmann im Heimatmarkt immer noch ist. Gleichzeitig wächst das Unternehmen längst über den klassischen Brillenverkauf hinaus: 2024 stieg die Nutzung digitaler Services um 50 Prozent auf fast 50 Millionen, der digitale Vertrieb lag bei über 100 Millionen Euro, das Hörakustikgeschäft wuchs organisch kräftig und das Geschäft mit primärer Augenvorsorge erreichte bereits rund 40 Millionen Euro Umsatz. (Fielmann Group AG)
Genau hier liegt die Qualität des Modells: Fielmann verkauft nicht bloß Brillen, sondern kontrolliert große Teile der Wertschöpfung, zieht Kunden über Preis-Leistung, Beratung und Service in die Filiale und macht aus einem an sich austauschbaren Produkt ein Vertrauensgeschäft. Dass die Kundenzufriedenheit seit Jahren um 90 Prozent liegt, ist deshalb nicht bloß eine hübsche Kennzahl, sondern ökonomisch relevant. Wer bei Seh- und Hörhilfen einmal gute Erfahrungen macht, bleibt oft lange. Dazu kommt ein struktureller Rückenwind: alternde Bevölkerung, mehr Bildschirmnutzung, wiederkehrender Ersatzbedarf bei Brillen und deutliches Potenzial bei Hörakustik und medizinisch nahen Services. Die Gruppe selbst peilt für 2030 rund 4 Milliarden Euro Umsatz und eine Adjusted-EBITDA-Marge von etwa 25 Prozent an. (Fielmann Group AG)
Fundamental hat sich Fielmann zuletzt sichtbar verbessert. 2024 stieg das Adjusted EBITDA auf 491,4 Millionen Euro bei 21,7 Prozent Marge, der Nettogewinn auf 154,2 Millionen Euro und der operative Cashflow auf 415,5 Millionen Euro. 2025 legte die Gruppe nach vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen weiter zu: 2,435 Milliarden Euro Umsatz, 581 Millionen Euro Adjusted EBITDA, 23,8 Prozent Adjusted-EBITDA-Marge, 313 Millionen Euro Adjusted EBT und 205 Millionen Euro Nettogewinn; die Dividende soll auf 1,40 Euro je Aktie steigen. Das ist keine Schönfärberei, sondern ein echter Qualitätssprung in der Profitabilität. Gleichzeitig ist die Bilanz nicht mehr so makellos konservativ wie früher: Die Eigenkapitalquote lag Ende 2024 bei 38,5 Prozent, die Finanzanlagen bei 109 Millionen Euro und die Leasingverbindlichkeiten wegen des großen Filialnetzes bei 568 Millionen Euro. Das ist beherrschbar, aber eben keine Netto-Cash-Festung. (Fielmann Group AG)
Wichtig ist auch: Das operative Momentum war 2025 nicht nur eine Übernahmeoptik. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Umsätze um 12,3 Prozent, organisch um 4,4 Prozent, bei einer Adjusted-EBITDA-Marge von 23,7 Prozent. Im dritten Quartal wurde das Wachstum in Deutschland wegen schwächerer Konsumstimmung und extremer Wetterbedingungen zwar zäher; der Deutschland-Umsatz stieg dann nur noch um 2 Prozent, der Gruppenumsatz im Quartal um 3 Prozent. Trotzdem blieben die Margen stabil bis leicht besser. Das ist für mich ein gutes Zeichen: Fielmann ist gerade nicht mehr nur auf Wachstum, sondern klar auf Margenqualität getrimmt. (Fielmann Group AG)
Der wichtigste Hebel für die nächsten fünf bis zehn Jahre ist aus meiner Sicht die Internationalisierung. Europa bleibt das stabile Fundament, aber die eigentliche Fantasie liegt in den USA, in der Skalierung der Hörakustik und in der Entwicklung zu einem breiteren Anbieter für Seh- und Hörversorgung. Im Halbjahr 2025 erreichte die US-Sparte bereits eine Adjusted-EBITDA-Marge von 14,9 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahr, und für das Gesamtjahr 2025 meldete Fielmann in den USA bereits 16,2 Prozent Adjusted-EBITDA-Marge. Das ist deshalb wichtig, weil die USA lange die größte Unsicherheit waren. Wenn die Amerikaner profitabel werden, bekommt die Aktie einen anderen Charakter: weg vom saturierten Deutschland-Titel, hin zu einer internationalen Plattformstory. (Fielmann Group AG)
Die Risiken sind trotzdem real. Erstens bleibt Deutschland der größte Ergebnisträger; wenn der Heimatmarkt länger schwach konsumiert, bremst das. Zweitens ist die US-Story noch nicht aus dem Gröbsten heraus, sondern mitten in der operativen Bewährungsprobe. Drittens ist Fielmann trotz Gesundheitsnähe ein stark filialisierter Händler mit hohen Fixkosten und hohen Leasingverpflichtungen. Viertens bleibt ein Teil der Finanzierung zins- und integrationssensibel; im Geschäftsbericht weist Fielmann darauf hin, dass ein Anstieg des EURIBOR um einen Prozentpunkt das Jahresergebnis um 2,3 Millionen Euro belasten würde. Und fünftens liegen für 2025 bislang nur vorläufige Zahlen vor; die nächsten offiziellen Detailangaben und der Q1-Bericht 2026 sind erst für den 30. April 2026 angekündigt. (Fielmann Group AG)
Zur Bewertung: Auf Basis des aktuellen Kurses von rund 45,35 Euro, des 2025er Rekordgewinns von 205 Millionen Euro und einer Aktienzahl von grob 84 Millionen komme ich auf etwa 2,44 Euro Gewinn je Aktie und damit auf ein KGV von rund 18,6. Die vorgeschlagene Dividende von 1,40 Euro entspräche ungefähr 3,1 Prozent Rendite. Das ist nicht billig im Sinn von „offensichtliches Schnäppchen“, aber für einen dominanten Marktführer mit nachweislich steigenden Margen, hoher Kapitaldisziplin und plausibler 2030er-Wachstumsstory halte ich das für fair bis attraktiv. (Reuters)
Meine Kursziele sind deshalb wie folgt: Für die nächsten 12 bis 18 Monate sehe ich einen fairen Bereich von 52 bis 58 Euro. In einem optimistischen Szenario, in dem die 2026er-Zahlen die Margenverbesserung bestätigen und der Markt die US-Story höher bewertet, halte ich 62 bis 68 Euro für erreichbar. In einem schwachen Szenario mit Konsumdruck in Deutschland und Enttäuschungen in den USA wäre auch ein Rückfall in den Bereich 38 bis 42 Euro plausibel. Für fünf Jahre halte ich, bei erfolgreicher Umsetzung der 2030-Ziele, Kurse von 65 bis 85 Euro für realistisch. Für zehn bis fünfzehn Jahre sind Punktprognosen nicht verlässlich; meine grobe Bandbreite läge dann bei etwa 85 bis 120 Euro, aber nur, wenn Fielmann die Plattform für Augen- und Hörversorgung international wirklich skaliert und dabei die Marge um 25 Prozent hält. Die Unterkante wäre deutlich tiefer, sobald die US-Expansion ins Stocken gerät oder das Unternehmen in einem reinen Filialhandelsprofil stecken bleibt. Die zentrale Aussage ist deshalb schlicht: Fielmann ist für mich eher ein langfristiger Qualitäts-Compounder mit solidem Aufwärtspotenzial als eine Turnaround-Wette oder ein Kursraketenwert. Die Aktie kann man aus meiner Sicht gut besitzen, aber man sollte sie nicht wie einen Billigwert behandeln.
Autor: ChatGPT

