Pusher und Basher freier Thread!
| eröffnet am: | 30.12.11 12:55 von: | raurunter |
| neuester Beitrag: | 29.06.12 13:27 von: | Lulea Ostsee |
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bewertet mit 6 Sternen |
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01.02.12 20:15
#526
raurunter
Wenn Tesetaxel so aussichtsreich ist,
wo bleiben dann die Investoren um mal Nägel mit Köpfen zu machen?
01.02.12 20:16
#527
wicon
Moses
Coba bei 1,3 kaufen wamu umtauschen Genta Kaufen und bei Praktiker gabs 20 % auf alles.
01.02.12 20:20
#528
steven-bln
Nein, ich arbeite dort nicht, aber wenn man sich
als Industiechemiker damit beschäftigt, wie z.B. bestimmte Schlüsselsubstanzen in der Industrie hergestellt werden, dann hat man wichtige Verfahren ansatzweise im Kopf oder weiss wo man sie nachschauen muss. Und bei den Taxanen war es entscheidend, wie bei fast allen grossen Medikamenten, dass man ein Verfahren entwickelt, die Taxane industriell in den benötigten Mengen herstellen zu können.
Nach der ursprünglichen Entdeckung von Taxol (Mitte/Ende der 1950er Jahre) in der Rinde pazifischer Eiben (Taxus brevifolia) hat man Taxol in gerinsten Mengen aus riesigen Mengen aus abgeholzten Eibenwäldern isoliert (ca. 10 Gramm Taxol nach extrem aufwendigen Extraktions- und Reinigungsprozessen aus 1,5 Tonnen Rinde). So etwas ist nicht geeignet, diese Substanzen industriell in den benötigten Mengen herstellen zu können.
Nach der ursprünglichen Entdeckung von Taxol (Mitte/Ende der 1950er Jahre) in der Rinde pazifischer Eiben (Taxus brevifolia) hat man Taxol in gerinsten Mengen aus riesigen Mengen aus abgeholzten Eibenwäldern isoliert (ca. 10 Gramm Taxol nach extrem aufwendigen Extraktions- und Reinigungsprozessen aus 1,5 Tonnen Rinde). So etwas ist nicht geeignet, diese Substanzen industriell in den benötigten Mengen herstellen zu können.
01.02.12 20:26
#529
steven-bln
Das interessante bei Taxol ist aber folgendes
Taxol ist eigentlich kein Metabolismusprodukt der pazifischen Eibe selbst, sondern nur eines Pilzes (Taxomyces andreanae), der symbiotisch in dieser Pflanze lebt. Im Laufe der Jahrmillionen bzw. Jahrtausende hat eine Art Genaustausch zwischen dem Pilz und der Eibe stattgefunden, so dass beide aufeinander angewiesen sind.
Bis man das herausgefunden hat, hat es ein wenig gedauert, aber die Überlegung ist eigentlich schlüssig: Nur Pilze oder andere Microorganismen sind in der Lage eine so relative kompliziert gebaute Struktur aufzubauen, Marcroorganismen wie Bäume können so was von sich aus nicht. Allein aus dieser Überlegung ist es schlüssig, dass ein Microorganismus an der Biosynthese beteiligt sein musste
Bis man das herausgefunden hat, hat es ein wenig gedauert, aber die Überlegung ist eigentlich schlüssig: Nur Pilze oder andere Microorganismen sind in der Lage eine so relative kompliziert gebaute Struktur aufzubauen, Marcroorganismen wie Bäume können so was von sich aus nicht. Allein aus dieser Überlegung ist es schlüssig, dass ein Microorganismus an der Biosynthese beteiligt sein musste
01.02.12 20:35
#530
steven-bln
Und diese Erkenntnis hat man dann industriell
umgesetzt: Der Schlüssel zur Gewinnung der industriell notwendigen Mengen beim Herstellungsverfahren bei Taxol liegt darin, dass man den Pilz Taxomyces andreanae in Zellkulturen von Eibenzellen im Bioreaktor züchtet. Dann kann man aus der Reaktorbrühe nach herkömmlichen Verfahren das Taxol oder die Vorstufen isolieren.
Ein anderes Verfahren war, dass man die Nadeln der europäischen Eibe, die man leicht in größeren Mengen anbauen und gewinnen kann, im industriellen Verfahren extrahiert und eine Taxol-Vorstufe gewinnt: Dieser Stoff, bzw. Vorstufen hat man Baccatin genannt. Der Hauptstoff daraus, das Baccatin III, wird dann im Labor semisynthetisch zu Taxol verändert.
Ein anderes Verfahren war, dass man die Nadeln der europäischen Eibe, die man leicht in größeren Mengen anbauen und gewinnen kann, im industriellen Verfahren extrahiert und eine Taxol-Vorstufe gewinnt: Dieser Stoff, bzw. Vorstufen hat man Baccatin genannt. Der Hauptstoff daraus, das Baccatin III, wird dann im Labor semisynthetisch zu Taxol verändert.
01.02.12 20:42
#532
steven-bln
Und es waren japanische Industriechemiker,
allen voran Iwao Ojima, der dann bei Sankyyo Daiichi diese Verfahren zur industriellen Produktion entwickelt haben. Ein Meilenstein auf dem Weg die Taxane überhaupt auf den Markt bringen zu können.
01.02.12 20:55
#533
steven-bln
Ja, aber Genta hat einen weiteren Meilenstein
gesetzt.
Es hat sich einen Prozess gesichert, der zwar von anderen entwickelt wurde, aber für den Genta einen Patentschutz beantragt hat:
Die Patent-Anmeldung US Patent Appl. 2012000442
Eine Anmeldung eines Patent bedeutet nicht automatisch, dass es als Patent später angenommen wird).
Es hat sich einen Prozess gesichert, der zwar von anderen entwickelt wurde, aber für den Genta einen Patentschutz beantragt hat:
Die Patent-Anmeldung US Patent Appl. 2012000442
Eine Anmeldung eines Patent bedeutet nicht automatisch, dass es als Patent später angenommen wird).
01.02.12 22:04
#534
steven-bln
Korrektur der Patent-Anmeldung
Das von Genta beanspruchte Patent zur Herstellung von Tesetaxel, als dem Taxan, wofür Genta die Marktrechte von Daiichi übernommen hat, ist nicht nur als US amerikanische Patentanmedlung sondern als weltweit gültige Anmeldung unter der Anmeldungsnr. PCT/US2011/042299 eingereicht worden.
Die vorläufige weltweite Anmeldung kann man hier sehen:
http://www.wipo.int/patentscope/search/en/WO2012003199
Erst nach Prüfung der Anmeldung im Patentamt, also in 1 bis 2 Jahren, wird dann das echte Patent (unter einer neuen Patentnr.) ausgestellt. Genta geniesst aber bereits seit Mitte letzten Jahres, dem Tag der Anmeldung (28. Juni 2011), Patentschutz nach dem darin beschriebenen Verfahren.
Die vorläufige weltweite Anmeldung kann man hier sehen:
http://www.wipo.int/patentscope/search/en/WO2012003199
Erst nach Prüfung der Anmeldung im Patentamt, also in 1 bis 2 Jahren, wird dann das echte Patent (unter einer neuen Patentnr.) ausgestellt. Genta geniesst aber bereits seit Mitte letzten Jahres, dem Tag der Anmeldung (28. Juni 2011), Patentschutz nach dem darin beschriebenen Verfahren.
01.02.12 22:15
#535
steven-bln
Das Patent ist deshalb so wichtig, weil Genta
sich damit den Zugang zu Tesetaxel gesichert hat. Nur so kann Genta sicherstellen, dass es später genügende Mengen an Tesetaxel zur Verfügung hat, um am Markt erfolgreich zu bestehen. Denn Tesetaxel selbst wurde von Daiichi ursprünglich nach einem anderen Verfahren hergestellt.
Und damit könnte Genta zum Global Player werden, weil es den Schlüssel von der Herstellung bis zur Vermarktung in eigenen Händen hält.
Und der Markt für oral aktive Krebmedikamente, wie Tesetaxel ist gewaltig, mehrere Milliarden US$ Marktwert.
Und damit könnte Genta zum Global Player werden, weil es den Schlüssel von der Herstellung bis zur Vermarktung in eigenen Händen hält.
Und der Markt für oral aktive Krebmedikamente, wie Tesetaxel ist gewaltig, mehrere Milliarden US$ Marktwert.
03.02.12 17:58
#536
steven-bln
Für Genta ist es sicherlich ein wichtiges Patent
aber im Grunde steht in solchen Patenten keine grosse Neuigkeit drin. Es ist die Niederschrift von bekannten Standardreaktionen, um die Seitenkette in wirksamen Taxanen anzubringen, ein bisschen Schutzgruppenchemie. Aber es führt letztendlich in Konsequenz zu der gewünschten Verbindung Tesetaxel, für die sonst nur Daichii einen Zugang besitzt. Genta's Patent wird nun von Konkurrenten unter die Lupe genommen, ob es andere/ähnliche Verfahren der Konkurrenten verletzt. Dieses könnten dann Einspruch gegen die Anmeldung erheben. Aber Konkurrenten werden Tesetaxel nicht gebrauchen können, weil die Rechte dazu bereits bei Genta sind.
06.02.12 21:47
#537
steven-bln
Schönheitsfehler
An was man erkennen kann, das diese Offenlegungsschrift eine Schönschrift ist:
http://www.wipo.int/patentscope/search/en/WO2012003199
Die Reaktionssequenzen entsprechen herkömmlichen Standardreaktionen, um eventuell Tesetaxel herzustellen zu können. Diese Reaktionssequenzen entsprechen allhergebrachten Wissen, aber sie sind nur übertragen von anderen Vergleichsverfahren. Es ist leicht erkennbar, dass es sich nur um eine Übertragung der Sequenzenen handelt, die genauso wie darin beschrieben, nie durchgeführt wurden. Wenn es nämlich darum ginge, zu beweisen, dass die behauptete Substanz auch entstanden ist, müssten die spektroskopischen Daten und/oder andere charakteristische Eigenschaften angegeben sein. Diese fehlen aber. Da die Angaben aber nur allgemeiner Natur sind, wie z.B. "kristalline Substanz" anstatt dem echten Schmelzpunkt und /oder allgemeine Angabe von HPLC Retentionszeiten, ist ekennbar um was es geht. Man kann nur die grosse Bedeutung erkennen, um was es dem Erfinder mit diesem Patent ging.
Von der Seite möge man annehmen, dass in der Reaktionssuppe sich wahrscheinlich neben vielen anderen Produkten auch die gewünschte Substanz irgendwo befindet.
Aber letztendlich ist dass alles egal, denn in in einem Patent muss nicht der Beweis angetreten sein, dass es auch so funktioniert. Eine Patentanmeldung enthält in den "Ansprüchen" nur die Behauptung, dass es funktioniert, aber den Beweis muss man eben nicht antreten. Aber es klingt schön kompliziert und wir dürfen jetzt Dr. Raymond Warrell dafür bewundern, dass er Tesetaxel auf seine eigenen Art herstellt hat.
http://www.wipo.int/patentscope/search/en/WO2012003199
Die Reaktionssequenzen entsprechen herkömmlichen Standardreaktionen, um eventuell Tesetaxel herzustellen zu können. Diese Reaktionssequenzen entsprechen allhergebrachten Wissen, aber sie sind nur übertragen von anderen Vergleichsverfahren. Es ist leicht erkennbar, dass es sich nur um eine Übertragung der Sequenzenen handelt, die genauso wie darin beschrieben, nie durchgeführt wurden. Wenn es nämlich darum ginge, zu beweisen, dass die behauptete Substanz auch entstanden ist, müssten die spektroskopischen Daten und/oder andere charakteristische Eigenschaften angegeben sein. Diese fehlen aber. Da die Angaben aber nur allgemeiner Natur sind, wie z.B. "kristalline Substanz" anstatt dem echten Schmelzpunkt und /oder allgemeine Angabe von HPLC Retentionszeiten, ist ekennbar um was es geht. Man kann nur die grosse Bedeutung erkennen, um was es dem Erfinder mit diesem Patent ging.
Von der Seite möge man annehmen, dass in der Reaktionssuppe sich wahrscheinlich neben vielen anderen Produkten auch die gewünschte Substanz irgendwo befindet.
Aber letztendlich ist dass alles egal, denn in in einem Patent muss nicht der Beweis angetreten sein, dass es auch so funktioniert. Eine Patentanmeldung enthält in den "Ansprüchen" nur die Behauptung, dass es funktioniert, aber den Beweis muss man eben nicht antreten. Aber es klingt schön kompliziert und wir dürfen jetzt Dr. Raymond Warrell dafür bewundern, dass er Tesetaxel auf seine eigenen Art herstellt hat.
11.02.12 07:16
#540
WiFi
Neue Aktien
jetzt 1,935,455,665.
http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/880643/.../genta_8k-021012.htm
sieht so aus, als ob im August die 10 Milliarden erreicht werden, zumindest wenn es Genta bis dahin schafft.
http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/880643/.../genta_8k-021012.htm
sieht so aus, als ob im August die 10 Milliarden erreicht werden, zumindest wenn es Genta bis dahin schafft.
11.02.12 07:22
#541
WiFi
ein wenig Mathematik..
...wenn die Zahl der Aktien im logarhythmischen Chart linear Ansteigt, heißt das, dass sie sich real exponentiell erhöht, oder mit anderen Worten, die Verwässerung geht immer rasanter. Könnte man dann auch Aktienexplosion nennen.
11.02.12 07:31
#544
raurunter
Dat muss doch zu bedenken geben
Denn bei dieser Aktienanzahl müsste der Kurs viel tiefer liegen.
11.02.12 07:38
#545
WiFi
der Kurs wird sich wohl
über dem Wandelkurs halten. Der liegt derzeit bei, ich glaube es waren 0,00148 US$.
raurunter: das ist zwar gut für Genta, wenn bei steigender Aktienzahl die MK steigt, doch bei gleichbleibendem Kurs bringt das den Aktionären leider herzlich wenig, ausser das das Geld nicht weniger wird. Mehr wird es aber leider auch nicht.
raurunter: das ist zwar gut für Genta, wenn bei steigender Aktienzahl die MK steigt, doch bei gleichbleibendem Kurs bringt das den Aktionären leider herzlich wenig, ausser das das Geld nicht weniger wird. Mehr wird es aber leider auch nicht.
11.02.12 14:33
#546
steven-bln
Eine R/S wäre demnach eine Aktienimplosion.
Der derzeitige Wandelkurs liegt übrigens bei 0,001 US$, dem Nennwert der Aktien.
15.02.12 08:06
#547
raurunter
Gehe ich recht der Anahme
das die Meisten Aktien laut SEC Mitteilung jetzt in fester Hand sind. Was bedeutet das?
15.02.12 10:17
#549
raurunter
Meiner Meinung nach
dürften sich nur noch wenige Shares auf den Markt befinden.
Die meisten haben Investoren. Also keine Lemminge!!!
Die meisten haben Investoren. Also keine Lemminge!!!
15.02.12 10:18
#550
raurunter
Hier selber schauen.
http://www.genta.com/Investor_Relations/SEC_Filings.html


