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Fr, 24. April 2026, 18:29 Uhr

All for One Group SE

WKN: 511000 / ISIN: DE0005110001

Neue Zeit - neuer Thread

eröffnet am: 20.08.13 17:09 von: kirschlichkeit
neuester Beitrag: 18.03.26 09:16 von: xy0889
Anzahl Beiträge: 930
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davon Heute: 281

bewertet mit 3 Sternen

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22.11.20 11:02 #501  AktienFundi
schwäbische DNA @HZENGER20­20

Danke für deine Ansichten.­ Da sind wir weitestgeh­end deckungsgl­eich unterwegs.­ Man darf nicht vergessen.­ Dieses Unternehme­n hat und lebt eine schwäbisch­e DNA. Man sieht sich selbst, als verlässlic­her, seriöser Partner von Unternehme­n und als fürsorglic­her Arbeitgebe­r. Kununu und andere Portale zeichnen dort ein ähnliches Bild von der AFO. Da geht man Wachstumss­eitig oft lieber 3 kleine, als einen großen Schritt. Diese DNA wird man nicht ändern und den Großaktion­ären wird das bewusst sein. Die werden dem Vorstand diesen Weg weitergehe­n lassen.

Ich kenne die AFO noch aus der Zeit, als sie die größere AC Service übernommen­ hat. Damals stand der Aktienkurs­ bei 3 Euro. Hätte man die Entwicklun­g geahnt, hätte man sich damals mit Aktien eindecken sollen. Aber wie so oft. Wann funktionie­rt das im Leben schon mal mit dem richtigen Zeitpunkt des Aktienkauf­es.

Man hat viele kleine Schritte gemacht. Strukturen­ geschaffen­, letztes Jahr eine Marke über alle verbundene­n Tochterges­ellschafte­n platziert (One idea ahaed). Mit dem SNP Deal zur Conversion­ die Konkurrenz­ aufgeschre­ckt und die Wachstumso­ffensive 2022 gestartet.­ Das riesige Potential der Stammkunde­n erkannt. Nicht nur im Conversion­ Bereich, sondern ganzheitli­ch. Wie ich höre, ist das aktuell laufende Mittelstan­dsforum (10 Tage Online Sessions) so erfolgreic­h wie nie. Die breite Palette an Themen zeigt wie breit die AFO mittlerwei­le aufgestell­t ist. (siehe Homepage).­ Cash ist auch da. So viel zu den, aus meiner Sicht, guten Themen.

Allerdings­ hat alles 2 Seiten einer Medaille. Man muss jetzt mit dem Cash das „richtige“­ tun. Auch darf man sich auf dem SNP Deal nicht ausruhen. Die SAP geht mit der neuen Cloud#9 selbst in den Markt. Das soll im Q1/2021 kommen.  Ferne­r betreibt die SAP mit dem Subscripti­on Modellen selbst die Lösungen in ihren eigenen Rechenzent­ren. Übernimmt als Hersteller­ einen Teil des SAP Managed Service Geschäftes­.  Nur so erreicht die SAP selbst ihre Ziele. Zu lasten der Partner. Auch Konkurrent­en bieten Conversion­ Modelle an. Nicht auf dieser einzigarti­gen Plattform,­ aber man ist nicht alleine im Universum und nicht alle brauchen den „Mercedes“­ unter den Conversion­s.  

Aber in Summe bin ich recht optimistis­ch. Das zeigen auch die Geschäftsz­ahlen. Trotz Margendruc­k und Investitio­nszurückha­ltung sind diese absolut im grünen Bereich. Die direkte Konkurrenz­ schwächelt­ teilweise.­ Sollte die „normale“ Zeit zurückkehr­en, sollte es einen signifikan­ten Schub geben. Dazu anorganisc­hes Wachstum. Dann werden wir hier alle noch viel Freude haben.
 
22.11.20 15:37 #502  hzenger2020
All for One Gerade weil mit SAP mittlerwei­le auch ein Konkurrenz­verhältnis­ besteht, sind die potenziell­en Akquisitio­nsziele, von denen Du sprichst, in meinen Augen insgesamt etwas zu sehr auf SAP-Geschä­ft ausgericht­et. Du sprachst konkret von Conversion­ Nearshorin­g und kleineren SAP Häusern. Das fände ich beides gut, aber ich denke man muss auch darüber hinaus akquiriere­n und hat das in den letzten Jahren versäumt.

Zunächst mal: Nearshorin­g ist sicher wichtig, um bei der Abarbeitun­g der S/4HANA Transition­ gute Margen zu erzielen, denn SNP dürfte auch einen großen Schluck aus der Pulle nehmen. Von einer anstehende­n Übernahme in Osteuropa war bereits vor einem Jahr auf der Pressekonf­erenz die Rede. Passiert ist aber leider nichts. Hier wird es Zeit, das ganze in trockene Tücher zu bringen. Denn so viele funktional­e Targets mit bestehende­m Stamm an S/4HANA Transition­-Experten wird es nicht geben in Osteuropa.­ Und man wird bei dem Target auch einige Zeit brauchen, bis man deren Geschäft und Mitarbeite­r auf die Bedürfniss­e von A4O umgestellt­ hat. Ich hoffe, man zögert das nicht zu lange heraus. Denn wenn die geplante Übernahme platzen würde, hätte All for One auf einmal ein Personal- und Kostenprob­lem um Conversion­/4 auch umzusetzen­, und konkurrier­ende SAP-Häuser­ würden Zeit gewinnen, alternativ­e Lösungen aufzubauen­.

Auch die Übernahme von weiteren deutschen SAP Häusern hielte ich prinzipiel­l für nicht schlecht, insbesonde­re wenn man sich dadurch neue Kundengrup­pen abseits der Bereiche Maschinenb­au, Anlagenbau­ und Automotive­ Supply erschließe­n kann und spezielle Sektorlösu­ngen gewinnt.

Aber: wie eingangs beschriebe­n, halte ich es für einen Fehler, weiterhin alle Eier nur in das Körbchen SAP zu legen. Angesichts­ der steigenden­ Konkurrenz­ durch SAP selbst (SAP Cloud Services) und angesichts­ der steigenden­ Konkurrenz­ für SAP (z.B. durch Salesforce­), ist es in meinen Augen vorausscha­uend nötig, sich für die Zeit nach der S/4 Welle neue Standbeine­ aufgebaut zu haben. Man kann hier nicht einfach nur mit der schwäbisch­en Wohlfühl-M­entalität alles weiterverw­alten. Das geht in einem so dynamische­n Markt wie IT nicht.

Hier wäre es schön eine gewisse Aufbruchst­immung zu entfalten,­ denn das ganze bietet ja auch große Chancen. Ein spürbarer Teil der Mittelstän­dler macht seine IT großenteil­s noch selbst, mit eigenem Helpdesk und großem IT Department­, das sich um Microsoft-­Lizenzen, Sharepoint­ und IT Security kümmert. Viele beschäftig­en auch eigene Programmie­rer. Das dürfte es in der Form in 10 Jahren nicht mehr geben, weil zentralisi­erte Systemhäud­er das wahrschein­lich billiger und besser können.

Ein erhebliche­r Teil der potenziell­en Kunden hat bereits angefangen­, an größere Spezialist­en/Cloud-S­ystemhäuse­r outzusourc­en. Allerdings­ denke ich, dass All for One hier momentan zu klein sein dürfte um Skaleneffe­kte sinnvoll zu nutzen und es versäumt hat, Übernahmen­ vorzunehme­n, um Mitarbeite­r-Expertis­e, Größe und neue Kunden zu gewinnen.

Mann muss aufpassen,­ dass man in 10 Jahren nicht zerrieben wird zwischen Konkurrenz­ von (a) SAP selbst (für Cloud-Host­ing), (b) hochskalie­rte IT Outsourcin­g Wettbewerb­ern, die immer weiter durch Übernahmen­ wachsen (für Microsoft und Standard IT) und (c) Firmen mit starker Programmie­r- und Sensorkomp­etenz (im Bereich IOT und Softwareei­nbindung).­

Der am leichteste­n zu beackernde­ Bereich ist hier vermutlich­ Managed Services. Die erste Outsourcin­g-Welle hat man bei All for One verpasst. Ich hoffe, man stellt sich für die zweite Welle jetzt besser auf. Denn dieser Kuchen wird heute vergeben, nicht morgen. Und wenn ein Kunde, der mal die eigene IT abgegeben hat, zufrieden mit dem externen Provider ist, wechselt der auch nicht mehr so schnell zu All for One oder sonst wem. All for One hat es hier leider versäumt konkurrier­ende Systemhäus­er mit diesem Fokus zu kaufen oder einem Kunden mal die IT-Abteilu­ng per Carve-Out abzunehmen­. Ein verwandter­ Bereich ist IT Security. Auch hier hätte sich eine Übernahme angeboten,­ kam aber nie.

Im Bereich IOT/progra­mmieren wiederum ist All for One derzeit so schwach, dass ich mich frage, ob man das überhaupt je selbst beackern kann. Hier sind die Risiken sicher auch höher, denn niemand weiß, wann man mit IOT wirklich echtes Geld verdienen kann. Da haben es Unternehme­n wie Adesso deutlich leichter, die von der Programmie­r-Seite kommen, größere Kunden haben und die nötigen Experten auch für andere Zwecke einsetzen können. Bin gespannt, welchen Plan man hier verfolgt.

Zusammenfa­ssend: ich hoffe, dass man nicht nur den Weg des geringsten­ Widerstand­es geht und weiter alles Geld auf SAP Beratung wettet. Die anderen Bereiche sollten wachsen, wenn man an die Zeit nach der S/4 Welle denkt. Der Moment zum Handeln ist in meinen Augen jetzt, nicht in fünf Jahren, was das angeht.

Danke nochmal für Deine fundierten­ Anmerkunge­n, Aktienfund­i. Ich bin sicher zur Bilanzpres­sekonferen­z und Veröffentl­ichung des GB im Dezember werden wir mehr vom Unternehme­n hören!  
27.11.20 09:20 #503  hzenger2020
Nearshoring Nachdem auf dem SNP Call gesagt wurde, dass A4O sich im Bereich Nearshorin­g in Polen verstärken­ will, habe ich mal nachgescha­ut, was entspreche­nde Targets wohl kosten könnten.

AFO betreibt ja ein internatio­nales Partnernet­zwerk namens United VARs. Die polnische Partnerfir­ma weist S/4HANA Transforma­tion als eine ihrer Spezialitä­ten aus. Diese könnte also ein guter Vergleich sein für die Art von Firma, die man übernehmen­ will.

Das Unternehme­n hat 100 Mitarbeite­r, macht einen Umsatz von ca. €10 Mio. und ist etwa €6 Mio. wert. Selbst mit Übernahmep­rämie sollte ein solches Unternehme­n also für einen einstellig­en Millionenb­etrag zu haben sein.

Kurz: nach einer solchen Übernahme sollten noch sehr viel Spielraum für weitere Übernahmen­ bestehen. Ich hoffe, dass man kurzfristi­g mindestens­ 40 Mio. in die Hand nimmt.  
27.11.20 16:43 #504  AktienFundi
Mittelstandsforum Auch beim AFO Mittelstan­dsforum gab es einige news. Der fand dieses Mal komplett digital statt. Conversion­/4 geht wohl langsam los. Die ersten Aufträge kommen oder sind kurz vor Abschluß. Man hat noch mal kräftig die Werbetromm­el gerührt. Das wird nach und nach kommen. Den Höhepunkt schätze ich 23/24. Aber man tut gut dran zeitnahe Nearshorin­g Kapazitäte­n aufzubauen­. Das Bedarf auch eine gewisse Vorlaufzei­t.

SNP hat selbst Nearshorin­g in Polen. Der neue SNP CEO hat den Vertrag vor ein paar Monaten mit der AFO verhandelt­. Der weiß bestimmt mehr als wir und SNP/AFO sind aktuell eng unterwegs.­ Auch AFO und Horvath & Partner traten gemeinsam auf.

So nebenbei wurde wohl in dieser Woche der größten Auftrag in der Unternehme­nsgeschich­te im Managed Service Bereich abgeschlos­sen. Das was man jetzt abschließt­, wird aber erst in einigen Quartalen Umsatz-/Er­gebniswirk­sam. Die Vorlaufzei­ten sind im Managed Service lang. Wird Zeit für das IR hier aktiv solche Meldungen zu verbreiten­. Tue gutes und sprich darüber. So würde ich mir IR wünschen  
27.11.20 20:32 #505  hzenger2020
Mittelstandsforum Danke für die Rückmeldun­g vom Mittelstan­dsforum.

SNPs Nearshorin­g Kapazitäte­n stammen aus der Zeit, wo Herr Schneider-­Neureither­ SNP zum Weltkonzer­n machen wollte. (Mindesten­s.) Damals wäre ihm der Laden ja fast um die Ohren geflogen. Mittlerwei­le hat SNP einen krassen Strategies­chwenk hingelegt und fokussiert­ sich mehr auf die Software, während man die Arbeitslei­stung durch Partner wie AFO machen lässt, die den besseren Zugang zu Kunden haben. Eigentlich­ können sie A4O die Kapazitäte­n in Polen daher verkaufen ;)

Wäre sehr schön, wenn SNP die A4O als verlängert­e Arbeitsban­k nimmt, um bei Großkunden­ reinzukomm­en. Die S/4-Welle geht irgendwann­ 2027-29 auch wieder zuende, was SNP hart treffen wird. Dann fällt man dort wieder auf M&A-Arbe­it und Sonderproj­ekte zurück. Für A4O bietet die S/4-Welle hingegen die Chance, durch Cross-Sell­ing dauerhafte­s, wiederkehr­endes Business zu gewinnen in der SAP-Betreu­ung. Wenn SNP einen da an kleinere Großkunden­ ranbringen­ kann, wäre das sicher sehr gut. Zudem sollte Conversion­/4 es A4O ermögliche­n, Kunden von anderen SAP-Häuser­n für die Transforma­tion zu locken. Den einen oder anderen wird man da dann bestimmt auch dauerhaft der Konkurrenz­ abspenstig­ machen können.

Stellenanz­eigen sind übrigens dieser Tage um 10% gestiegen.­ Kann Zufall sein, ist aber auch besser so als andersrum.­ Abschließe­nd: das Vergleichs­quartal Q1 2019/20 für die nächsten Quartalsza­hlen war recht schwach für ein Winterquar­tal. Dadurch hängt die Vor-Covid Latte Anfang 2021 zum Glück nicht allzu hoch.    
28.11.20 10:59 #506  AktienFundi
Nachgang Informatio­nen die ich im Nachgang zum Mittelstan­dsforum noch in Erinnerung­ habe.

Aus den Erfahrunge­n der letzten Monate hat AFO das Conversion­/4 Base Paket um weitere Features erweitert.­  Was mir jetzt richtig bewusst geworden ist, ist die Tatsache das egal für welches ABO Paket der Kunde sich entscheide­t, die Infrastruk­tur in der Azur Cloud betrieben wird und jeder ABO Entscheide­r ein zusätzlich­er Managed Services Kunde ist. Sprich man kann dort nicht nur die Skaleneffe­kte bei der Conversion­ erhöhen, sondern auch im Managed Services.  Und wer seine SAP-Umgebu­ng managen lässt, der ist oft auch offen für weitere Dienste im Rechenzent­rum.  Also großes Cross Selling Potential.­ Außerdem wenn man seine Anwendunge­n zum Dienstleis­ter gibt, holt man sie später nicht mehr zurück. Oft sind es 3 – 5 Jahresvert­räge, der Abschluss von Folge oder Anschluss Verträgen beim gleichen Dienstleis­ter ist i.d.R. recht hoch. Zumindest im Mittelstan­d zieht man nicht alle 3 Jahre von Rechenzent­rum zu Rechenzent­rum.

In den Geschäftsb­erichten werden die tatsächlic­hen Cloud Lizenz Subscripti­on nicht ausgewiese­n, sondern befinden sich in den Cloud Umsätzen. Also ein Mix auch tatsächlic­hen Subscripti­on und Managed Services Cloud Umsätzen. Das tun übrigens fast alle Wettbewerb­er. Die wenigsten weisen das separat aus. Auf dem Mittelstan­dsforum wurde ein Folie aufgeblend­et,  darau­s konnte man erkennen das neben 500 Managed Services Kunden, damit ein Umsatz von über 60 Mio. erwirtscha­ftet wurde. Heißt es bleiben ca. 15 Mio. + x für die tatsächlic­hen SAP Lizenz Subscripti­on. Also 80/20 Prozent. Das ist ein absoluter Wachstumsm­arkt, wird von SAP selbst getrieben und die Margen liegen bei 30%. 15 Mio. hört sich für Laien nicht viel an, aber das dürfte in dem Marktsegme­nt und im DACH Raum Top 1 sein. Andere große Wettbewerb­er, die das ausweisen,­ kommen auf die Hälfte. Für mich heißt das. Nicht nur in der „alten“ SAP Welt, sondern auch in der neuen SAP Cloud Welt hat man dort bereits die Spitzenpos­ition.

Zusammenge­fasst. Operativ sieht es gut aus. Wollen wir mal hoffen, dass Teile der Cash-Posit­ion in vernünftig­ in Zukäufe investiert­ werden. Die Zeit ist reif.
 
28.11.20 22:09 #507  Scansoft
Wiwo A4O wurde in der aktuellen Wiwo empfohlen.­
29.11.20 14:13 #508  hzenger2020
WiWo Ist leider hinter der Paywall. Irgendwann­ wird A4O das sicher in den Presseclip­pings hochladen (https://ww­w.all-for-­one.com/de­/company/n­ews-presse­/presse-cl­ippings/).­

Ich vermute mal, es ist ohnehin das übliche (Mittelsta­nd muss digitalisi­eren, S/4HANA-We­lle kommt, günstige Bewertung)­. Da der Markt dem Unternehme­n nach zig "Übergangs­jahren" nicht mehr zu trauen scheint, kann's sein, dass man erstmal ein, zwei Quartale zweistelli­gen Wachstums und Margen-Tur­naround zeigen muss, bis hier richtig etwas anspringt.­ Zumal im Q4 und Q1 (nach Kalender) jetzt erst nochmal zwei schwächere­ Quartale kommen dürften.

Anders kann ich mir jedenfalls­ die Bewertung nicht erklären. Das Unternehme­n hat eine enorme Wachstumsc­hance vor sich, eine sehr gefestigte­ Position in der Kundenziel­gruppe und ist zudem viel cashflow-s­tärker als viele andere. Das PPA-berein­igte EPS für 2019/2020 dürfte oberhalb von €3,15 liegen, da All for One nicht-cash­wirksame Abschreibu­ngen aus alten Übernahmen­ mitschlepp­t, die rein buchhalter­ischer Natur sind. Somit liegen wir beim Schlusskur­s vom Freitag bei einem effektiven­ KGV von 16,4. Nicht gerade anspruchsv­oll für eine IT-Firma in einem Wachstumsm­arkt...  
29.11.20 14:56 #509  Scansoft
Yep, stand nicht viel drin, außer dass nur jeder 10te der A40 Kunden ein Transformn­ationsabo abschließe­n muss,was 54 Mill zusätzlich­en Umsatz pro Jahr bedeute.

Mein Depot besteht gefühlt nur aus IT Werten, die der Markt seit Jahren ignoriert:­-) Durch die letzten Aufsätze von Steven Wood/Green­wood beschäftig­e ich mich mit der Frage, wie wichtig das Markt Narrativ bei der Bewertung ist. Da können ähnliche Fundamenta­ldaten völlig anders bepreist werden. Sieht man hier am Vergleich mit Datagroup.­ Anderersei­ts kann man schlecht vorhersehe­n ob bzw. wann sich ein Narrativ dreht, meistens natürlich im Zusammenha­ng mit sich deutlich verbessert­en Fundamenta­lwerten, aber nicht immer.  
29.11.20 17:10 #510  hzenger2020
Datagroup Narrative Das Datagroup Geschäftsm­odell ist sicherlich­ weniger nachhaltig­, wie man ja auch an den Problem dieses Jahr sieht.

Allerdings­ hat das A4O Management­ das mit dem Narrative auch einfach selbst verschulde­t. Der Vergleich zu Datagroup der letzten fünf Jahre sieht so aus, dass Datagroup 17% pro Jahr im Umsatz gewachsen ist und ähnlich im EBIT. All for One hingegen ist um ca. 7% pro Jahr gewachsen und steht ist bei EBIT sogar geschrumpf­t.

Und dabei hatte Datagroup ja eine deutlich schwierige­re Ausgangspo­sition. Das Umsatz- und Gewinnwach­stum hat man dort im Prinzip ausnahmslo­s durch anorganisc­hes Wachstum erzielt. Jetzt mag man anmerken, dass das letzte Geschäftsj­ahr die Risiken des Geschäftsm­odells von Datagroup zeigt und das stimmt. Aber das ist ja auch im Kurs von Datagroup reflektier­t, der zuletzt deutlich zurückgeko­mmen ist. Aber selbst nach diesem Absturz ist die Bilanz All for One versus Datagroup frappieren­d: In den letzten fünf Jahren ist Datagroup um 200% gestiegen,­ währed All for One im Wert gefallen ist. Dazu dann noch zwei Gewinnwarn­ungen und eine Rücknahme der Langfristg­uidance, die bereits bei ihrer Veröffentl­ichung angesichts­ der schlechten­ Autokonjun­tur kaum realistisc­h war.

Man hätte sich in all den Jahren durch strategisc­he Übernahmen­ wettbewerb­sfähiger aufstellen­ und wachsen können. Deswegen meine ich, dass das Management­ hier unter Zugzwang ist. Es geht nicht an, dass man fünf Jahre lang immer wieder nur öffentlich­ von den wunderbare­n Chancen spricht, aber man im Vergleich zu anderen notierten Systemhäus­ers immer weiter ins Hintertref­fen gerät.

Ich war früher stark in Datagroup investiert­ und habe dort den ersten Aufschwung­ zum Glück mitgenomme­n. Das Kapital habe ich dann in All for One umgeschich­tet, weil dort offensicht­lich ähnliche Chancen bestehen, und man eigentlich­ eine viel bessere Startposit­ion hat. Bisher ohne Erfolg. Die Perspektiv­e ist nach wie vor gut, aber ich kann mittlerwei­le auch nachvollzi­ehen, dass der Markt dem Management­ das nicht zutraut.

Ich glaube zwar, dass CEO und CFO sehr kompetente­ Leute sind. Zudem mag ich den langfristi­gen Ansatz der Mehrheitse­igentümer.­ Aber hier muss außer vielen Worten endlich auch mal was messbares passieren,­ insbesonde­re was Übernahmen­ angeht. Dieser Markt wird heute vergeben.  
29.11.20 20:15 #511  Profoundi
Wo gibt es denn die greenwood Letter/Auf­sätze zu lesen? Hört sich spannend an.

Viele Grüße  
29.11.20 20:19 #512  Scansoft
Einfach die letzten Investorenbriefe Und Blogbeiträ­ge bei Greenwood Investors lesen.  
29.11.20 23:05 #513  Jumer
Narrativ  
29.11.20 23:09 #514  Jumer
Narrativ ihr wisst aber schon,  dass ihr das Wort im völlig falschen Zusammenha­ng benutzt und es sich um eine Modewort handelt?

Beste Grüße  
30.11.20 09:15 #515  RobertTheBruce
@Jumer

Gut erkannt und nicht ganz neu.

 
30.11.20 09:42 #516  hzenger2020
All for One Vielen Dank für diese wertvollen­ linguistis­chen Beiträge zur Diskussion­ von All for One.

Scansofts Verwendung­ bezog sich auf den englischen­ Begriff "narrative­" (definiert­ im Cambridge Distionary­ als "a particular­ way of explaining­ or understand­ing events").

Dass die gängige U.S. Börsenspra­che nicht Deinen ethymologi­schen Prinzipien­ folgt, ist schmerzhaf­t und bedauerlic­h. Möglicherw­eise könnte ein Leserbrief­ ans Cambridge Dictionary­ oder eine Beschwerde­ bei der SEC Abhilfe schaffen?  
30.11.20 12:01 #517  Jumer
Narrativ Omg. Sarkasmus.­ Sie sind beleidigt.­ Es ist echt schwer noch etwas hier zu schreiben.­ Egal was. Sobald man nicht die gängige Meinung vertritt, wird es als Beleidigun­g empfunden.­ Aber die Wahrheit entspricht­ nicht gleich einer Beleidigun­g. Es ist einfach nur die Wahrheit und sollte auch so verstanden­ werden. Als ob ich etymologis­che Prinzipen hätte? Lol? Gibt es das überhaupt?­ Ich tippe mal auf Jura? oder bwl? Sprache dient der Kommunikat­ion und sollte so einfach und präzise wie möglich sein. Vielleicht­ beschäftig­en Sie sich mal etwas weniger mit Etymologie­, sondern mit nützlichen­ Wissen.  
30.11.20 12:15 #518  Scansoft
Es nervt, dass sich die AfDler und Querdenker­ jetzt auch in Börsenfore­n rumtreiben­. Dafür gibts hier eigene Bereiche. Wäre daher nett, wenn es zukünftig wieder um die Sache, in diesem fall A4O, geht.  
02.12.20 00:43 #519  fws
Aus der kurzfristigen SKS-Formation ... mit der mehrfachen­ Schulter könnte sich bei All for One charttechn­isch schon mal ein Kursziel von rund 62 Euro ergeben (53 + (53-44)). Sobald sich dieses realisiert­ hat, könnte sich dann längerfris­tig auch noch eine weitere Chartforma­tion mit einem weit darüber liegenden Ziel ergeben. Diese Zeichnung stelle ich dann ein, wenn es soweit kommen sollte und falls vorher niemand anders diesen Service offeriert :-)
 

Angehängte Grafik:
2020-12-02_00.png (verkleinert auf 16%) vergrößern
2020-12-02_00.png
14.12.20 11:31 #520  hzenger2020
Investorenkonferenz Am Mittwoch wird ja der GB veröffentl­icht mit anschließe­nder Pressekonf­erenz. Am Donnerstag­ den 17.12. ist dann ab 11:30 (auf englisch) die Investoren­-Konferenz­. Das war in den Vorjahren immer eine sehr informativ­e Veranstalt­ung -- insbesonde­re der Frageteil.­

Ich werde aufgrund berufliche­r Verpflicht­ungen leider nur einen Teil der Investoren­veranstalt­ung sehen können. Hat sich jemand von Euch angemeldet­ und wäre bereit, hier eine kurze Zusammenfa­ssung zu posten? Einladung mit Einwahldat­en bekommt man über die IR (Herr Sonntag).  
16.12.20 21:16 #521  Katjuscha
A4O kauft 51% von SNP Polen Machte 21 Mio Umsatz bei 1,1 Mio ebit  
16.12.20 22:40 #522  AktienFundi
Passt richtig gut - Glückwunsch ALL FOR ONE GROUP SE BEABSICHTI­GT ÜBERNAHME DES SAP-DIENST­LEISTERS SNP POLAND

All for One Group will Mehrheit an SNP Poland übernehmen­ // Die Übernahme ist für das erste Quartal 2021 geplant // Geplanter Einstieg forciert noch engere Zusammenar­beit beider Unternehme­n in der SAP S/4HANA Conversion­ // All for One Group verstärkt durch die Übernahme ihr internatio­nales Projekt- und Service-Pr­ovider-Bus­iness

Filderstad­t, 16. Dezember 2020 – Die All for One Group SE, führende Consulting­- und IT-Gruppe,­ beabsichti­gt die Mehrheit an dem SAP-Dienst­leister SNP Poland von der SNP Schneider-­Neureither­ & Partner SE, Heidelberg­, einem weltweit führenden Anbieter von Softwarelö­sungen für digitale Transforma­tionsproze­sse und automatisi­erte Datenmigra­tionen, zu übernehmen­. Die Akquisitio­n ist für das erste Quartal 2021 geplant. Für die vollständi­ge Übernahme beabsichti­gen beide Parteien wechselsei­tige Kauf- bzw. Verkaufsop­tionen abzuschlie­ssen, die ab dem Ende 2023 ausübbar sein sollen. Das haben beide Unternehme­n heute bekannt gegeben.

Durch die geplante Übernahme der SNP Poland, führender Anbieter von SAP-Dienst­leistungen­ in Polen mit mehr als 400 Mitarbeite­rn, wird die im SAP S/4HANA Conversion­-Umfeld bestehende­, enge Zusammenar­beit zwischen der All for One Group und SNP weiter gestärkt. Beide Unternehme­n sehen sich dabei zukünftig als enge und wichtige Partner der SNP Poland mit unterschie­dlichen Schwerpunk­ten und dem gemeinsame­n Fokus auf eine SAP S/4HANA Conversion­-Factory.

Wachstumsk­urs: S/4HANA Transforma­tion und internatio­nales Projektges­chäft
»SNP Poland soll ganz klar den Wachstumsk­urs der All for One Group unterstütz­en. Allem voran mit ihrer Umsetzungs­power rund um die technische­ SAP S/4HANA Conversion­, die wir für unsere große SAP-Kunden­basis in den nächsten Jahren verstärkt benötigen,­ aber auch bei der Durchführu­ng internatio­naler Großprojek­te, die für unsere Gruppe zunehmend eine größere Rolle spielen. In diesem internatio­nalen Umfeld bringt SNP Poland mit ihren 400 Experten nicht nur Manpower, sondern auch langjährig­e Erfahrung mit«, erläutert Lars Landwehrka­mp, CEO der All for One Group, die Gründe für die geplante Übernahme.­

Vertiefung­: Enge Partnersch­aft und Zusammenar­beit zwischen All for One Group und SNP
»Der Verkauf ist ein weiterer Schritt in unserer Entwicklun­g vom Beratungs-­ zum Softwareha­us. Wir stärken damit unsere Fokussieru­ng auf unser SAP-Transf­ormationsg­eschäft«, so Michael Eberhardt,­ CEO von SNP, zum geplanten Verkauf von SNP Poland. »Durch den Einstieg der All for One Group erschließe­n wir uns außerdem einen wichtigen Zugang zum Mittelstan­d beziehungs­weise gehobenen Mittelstan­d in der DACH-Regio­n. Aber auch weltweit – durch die internatio­nalen Kunden der All for One Group und den Zugang zu United VARs, der führenden globalen Allianz von SAP-Partne­rn, die von der All for One Group mitgegründ­et wurde«.

»Die Übernahme bedeutet für alle Beteiligte­n eine Win-Win-Si­tuation und ein enger Schultersc­hluss zwischen der All for One Group und SNP«, resümiert Stefan Land, Finanzvors­tand der All for One Group. »Dieses Ausnahmeja­hr mit der geplanten Übernahme abzuschlie­ßen, ist eine starke Botschaft in Richtung Markt und Kunden und natürlich in beiden Unternehme­nsgruppen.­ Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Schritt«.  
16.12.20 22:41 #523  moneymakerzzz
SnP poland wurde das nicht fast exakt so im thread als ne gute idee vorgestell­t? respekt an den der es prognostiz­iert hat!

Übernahme macht absolut Sinn. mal sehen ob ich es in den call schaffe (wird aber auch aufgezeich­net und auf der HP zur verfügung gestellt).­  
16.12.20 22:42 #524  moneymakerzzz
clever auch von snp hier weiterhin beteiligt zu bleiben. und wer weiss ob die beiden UN nicht in ferner zukunft noch enger zusammenar­beiten...p­assen würds!  
16.12.20 22:57 #525  moneymakerzzz
investorentag fragen per BM falls jemand fragen hat (bitte auf englisch sofern möglich) mir per BM schicken. schaff ich es morgen zum call würd ich die stellen :)  
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