AmerisourceBergen Aktie: Kampf ums Überleben
02.11.25 10:38
Börse Global
Die Aktie des Pharmagroßhändlers AmerisourceBergen steckt in der Zwickmühle: Während ein neu aufgewärmter Milliardenprozess die Aktie belastet, liefern die jüngsten Quartalszahlen beeindruckende Fundamentaldaten. Ein klassischer Fall von "trotz allem gut" gegen "aber was, wenn doch"?
Opioid-Klage kehrt mit Wucht zurück
Ein juristischer Albtraum wird für AmerisourceBergen, das heute als Cencora firmiert, zur realen Bedrohung. Ein Bundesberufungsgericht hat Ende Oktober 2025 eine gewaltige Klage über 2,5 Milliarden Dollar wiederaufgenommen. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe gemeinsam mit McKesson und Cardinal Health die Opioid-Krise in West Virginia mit angeheizt.
Das Urteil wirft die bisherige Rechtsprechung über den Haufen - ein Untergericht hatte die Großhändler 2022 noch von jeglicher Haftung freigesprochen. Jetzt müssen sich die Unternehmen erneut der Frage stellen: Zahlen sie für Suchtbehandlungen und Präventionsmaßnahmen?
Konkret wirft das Gericht Cencora vor, über fünf Jahre hinweg abertausende verdächtiger Bestellungen einer einzigen Apotheke in West Virginia beliefert, aber nur einen Bruchteil davon der US-Drogenfahndung DEA gemeldet zu haben. Die Beweislast scheint erdrückend.
Fundamentaldaten glänzen trotz Sturm
Doch parallel zum juristischen Desaster läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Im dritten Quartal 2025 legte Cencora beeindruckende Zahlen vor:
- Umsatzwachstum von 9% auf 80,7 Milliarden Dollar
- Bereinigter Operativer Gewinn: +21%
- Bereinigter Gewinn je Aktie: +20%
Die Stärke kommt eindeutig aus dem US-Heimatmarkt, während das internationale Geschäft mit einem Gewinneinbruch von 13% zu kämpfen hat. Die Führung zeigte sich dennoch zuversichtlich genug, die Gewinnprognose für 2025 auf 15,85 bis 16,00 Dollar anzuheben.
Kann das starke Fundament den juristischen Orkan überstehen? Die Aktie steht vor der Zerreißprobe: Hier die robusten Kerngeschäfte mit steigenden Gewinnen, dort die existenzielle Bedrohung durch milliardenschwere Strafzahlungen. Für Anleger wird es zur Glaubensfrage - vertraut man der operativen Stärke oder flüchtet man vor den unkalkulierbaren Klagerisiken?
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