Biogen Aktie: Lichtblick im Dauertief?
25.07.25 23:55
Börse Global
Endlich eine positive Nachricht für Biogen-Aktionäre: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung des Postpartale-Depressions-Medikaments Zurzuvae empfohlen. Damit könnte der Biotech-Konzern bald den ersten spezifischen Behandlungsansatz für Wochenbettdepressionen in der EU anbieten. Doch reicht dieser Hoffnungsschimmer, um den anhaltenden Abwärtstrend der Aktie zu durchbrechen?
Durchbruch bei Postpartaler Depression
Der positive Bescheid des CHMP-Ausschusses der EMA basiert auf den vielversprechenden Ergebnissen der SKYLARK-Studie. Dabei zeigte Zurzuvae nicht nur eine signifikante Verbesserung der depressiven Symptome, sondern wirkte bereits ab dem dritten Tag – ein entscheidender Vorteil bei dieser zeitkritischen Erkrankung. Die endgültige Entscheidung der EU-Kommission wird für das dritte Quartal 2025 erwartet.
In den USA ist das orale Medikament, das über 14 Tage eingenommen wird, bereits seit August 2023 zugelassen. Die europäische Empfehlung könnte daher den Markt für Biogen deutlich erweitern – ein wichtiger Schritt für das Unternehmen, das dringend neue Wachstumstreiber benötigt.
Finanzielle Schieflage trotz Lichtblicken
Doch während sich Biogen auf regulatorische Erfolge freuen darf, bleiben die finanziellen Herausforderungen enorm:
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- Zacks Research senkte die EPS-Schätzung für Q2 2025 von 4,09$ auf 3,83$
- Jahresprognose 2025: 14,38$ EPS
- Umsatzrückgang von 7,4% p.a. in den letzten fünf Jahren
- Erwarteter weiterer Umsatzrückgang von 7,1% in den nächsten 12 Monaten
Besonders das Multiple-Sklerose-Geschäft, einst Biogens Zugpferd, leidet unter massivem Konkurrenzdruck mit 11% Umsatzrückgang im Jahresvergleich. Die eigene Prognose für 2025 sieht einen mittleren einstelligen Umsatzrückgang vor.
Aktie kämpft weiter
Die Biogen-Aktie notiert aktuell bei 111,70 Euro und damit 46,78% unter dem Vorjahresniveau. Trotz des jüngsten kleinen Aufbäumens in den letzten Tagen (+3,91% in einer Woche) bleibt der langfristige Abwärtstrend intakt – die Aktie liegt 43,56% unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Die Frage ist: Kann Zurzuvae zusammen mit anderen Pipeline-Produkten den strukturellen Herausforderungen begegnen? Oder bleibt der Lichtblick nur ein Strohfeuer im anhaltenden Biogen-Winter? Die Entscheidung der EU-Kommission im dritten Quartal könnte hier richtungsweisend sein.
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