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Sa, 18. April 2026, 6:27 Uhr

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

WKN: A3EYLC / ISIN: DE000A3EYLC7

EQS-News: China loading. (deutsch)


15.04.26 09:00
dpa-AFX

China loading.



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EQS-News: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG / Schlagwort(e): Sonstiges


China loading.



15.04.2026 / 09:00 CET/CEST


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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China loading.



Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb


Wertpapierhandelsbank AG



Zu den tagesaktuellen Entwicklungen im geostrategischen Monopoly können wir


in einem monatlichen Standpunkt kaum noch seriös Stellung nehmen. Ebenso


wenig zu den erratischen Reaktionen der Kapitalmärkte. Manches davon riecht


inzwischen verdächtig nach gezielter politischer und wirtschaftlicher


Manipulation, wenn man sich die Meldungen über Transaktionen im Vorfeld


entscheidender Verlautbarungen aus dem Weißen Haus ansieht.



Uns interessiert deshalb etwas anderes. Etwas, das sich seit Jahren aufbaut


und durch die aktuellen Ereignisse nur noch beschleunigt wird: Chinas


wachsendes Gewicht. Der Economist brachte dazu jüngst ein bemerkenswertes


Titelbild: ein lächelnder Xi Jinping, daneben ein unscharfer, offenbar


schreiender POTUS. Darüber der Satz: "Never interrupt your enemy when he's


making a mistake." Der dazugehörige Text trug den Titel: "Donald Trump is


the war's biggest loser".



Mit dem amerikanischen Fehlerkatalog wollen wir uns hier nicht weiter


aufhalten, sondern den Blick Richtung Sonnenaufgang werfen. Nach China.



Es ist übrigens auch für uns das erste Mal, dass wir uns näher mit


Fünfjahresplänen beschäftigen. Wir sind keine Asienexperten und sicher auch


keine Anhänger chinesischer Governance oder Staatsform. Doch es geht um


Strategie.



China steht gerade zwischen zwei Planungsperioden. Der 14. Fünfjahresplan


läuft aus, der 15. für die Jahre 2026 bis 2030 wurde im März offiziell


verabschiedet. Und ja: Es lohnt sich, da genauer hinzusehen.



Der neue Plan steht für eine Neuausrichtung. Weg vom bloßen Mengenwachstum,


hin zu einer "qualitativ hochwertigen Entwicklung". Das klingt zunächst


technokratisch. Ist aber machtpolitisch gemeint.



* Technologische Autarkie: China will in Schlüsseltechnologien wie


Halbleitern und KI unabhängiger werden und die eigene Innovationskraft


ausbauen.


* Grüne Transformation: Der Aufbau eines neuen Energiesystems soll sauberer,


kohlenstoffärmer und zugleich belastbarer werden.


* Wirtschaftliche Sicherheit: Resilienz von Lieferketten und nationale


Sicherheit stehen höher im Kurs als kurzfristige Wachstumsraten.


* Demografischer Wandel: Die alternde Bevölkerung wird nicht länger


verdrängt, sondern mit Reformen beantwortet, etwa über eine schrittweise


Anhebung des Rentenalters bis 2030.



(Quelle: International Institute for Strategic Studies, IISS)



Herausgreifen wollen wir den Punkt grüne Transformation, weil hier der


eigentliche industrielle Kern liegt. Für China ist das kein Öko-Projekt,


kein moralischer Überbau und kein PR-Baustein. Es ist knallharte


Industriestrategie. Vier Punkte sind entscheidend:



Der "Doppel-Kohlenstoff"-Pfad (Dual Carbon Goals)


China arbeitet mit zwei festen Daten: Emissionshöhepunkt vor 2030,


Klimaneutralität bis 2060. Entscheidend ist aber das Wie. Der Kohleanteil


soll sinken, aber nicht um den Preis von Blackouts. Kohlekraft bleibt


deshalb Reserve, die hochgefahren wird, wenn Wind und Sonne nicht reichen


oder das Netz unter Druck gerät. Die Logik lautet: keine Abschaltung ohne


Ersatz. Deshalb baut China weiterhin Kohlekapazitäten aus - über 200 GW sind


derzeit im Bau. Nicht schön, aber systemisch gedacht.



Dominanz bei den "New Three"


China will die Marktführerschaft bei Elektrofahrzeugen,


Lithium-Ionen-Batterien und Photovoltaik. Und zwar nicht nur im eigenen


Markt. Ziel ist Dominanz entlang globaler Lieferketten. Wer dort vorne ist,


liefert nicht nur Produkte. Er setzt Standards, diktiert Preise und


verschiebt Macht.



Umbau des Energiesystems


China baut Wind- und Solarparks in einem Tempo aus, von dem Europa


allenfalls Pressemitteilungen kennt. Vor allem in der Gobi und im Westen des


Landes entstehen enorme Kapazitäten. Parallel dazu fließen Milliarden in


Speicher, Pumpspeicher und Netze. Das Ziel ist klar: Erneuerbare nicht nur


zubauen, sondern systemfähig machen. China installiert inzwischen mehr Wind-


und Solarkapazität als der Rest der Welt zusammen. Das ist keine grüne


Folklore mehr, das ist industrielle Realität.



Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft


Auch das gehört zur Strategie. "Grün" heißt in China eben nicht nur weniger


CO2, sondern auch weniger Rohstoffabhängigkeit. Batterierecycling,


Rückgewinnung von Industriemetallen, Effizienzstandards für Stahl, Zement


und Chemie: Das ist Rohstoffpolitik unter grünem Etikett. Oder anders


gesagt: Wer die Kreisläufe kontrolliert, kontrolliert morgen die Kosten.



Wer nach Shanghai fährt, sieht schnell, wohin die Reise geht. Dort sind


inzwischen rund 75 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge elektrisch.


Natürlich bleibt die chinesische Wirtschaft in weiten Teilen eine


Drecksschleuder. Niemand muss sich da Illusionen machen. Aber das Land


bewegt sich in eine Richtung, die wirtschaftlich zukunftsfähig ist.



Und dann reicht ein Blick nach Berlin. Schauen Sie sich die Ziele der


amtierenden Bundesregierung und dieser Ministerin Reiche an. Merken Sie


selbst. Hierzulande steckt man weiter fest in Lobbyismus,


Besitzstandswahrung und den Dogmen vergangener Jahrzehnte. "Lang lebe der


Verbrenner" - so klingt das politische Unterbewusstsein.



Besonders deutlich wird der Unterschied beim Netzausbau. China baut


Ultra-Hochspannungsleitungen. Strom wird über Tausende Kilometer von den


Solar- und Windregionen im Westen zu den Industriezentren an der Ostküste


transportiert. Parallel entstehen gigantische Speichersysteme, damit die


berüchtigten Dunkelflauten nicht dauerhaft durch Kohle abgefedert werden


müssen. Dort denkt man das Energiesystem als Ganzes. Bei uns denkt jeder


erst einmal an seinen Zuständigkeitsbereich.



Klar ist auch: China wird von den aktuellen Blockaden rund um die Straße von


Hormus nicht unberührt bleiben. Als wichtigster Abnehmer iranischen Öls


trifft jede Störung dort auch Peking. Die Chinesen nahmen zuletzt gut 80


Prozent der iranischen Förderung ab. Wenn Washington die Meerenge nun selbst


blockieren will, dann trifft das Iran und China zugleich.



Nur: So schnell geht das alles nicht auf. China hat vorgesorgt. Nach


Schätzungen des Oxford Institute for Energy Studies liegen die chinesischen


Lagerbestände bei etwa 1,1 bis 1,5 Milliarden Barrel. Das dürfte für 110 bis


140 Tage reichen. Europa liegt bei den Reserven in ähnlichen


Größenordnungen.



Heißt übersetzt: Diese Blockade braucht Zeit, um überhaupt Wirkung zu


entfalten - falls sie das je im gewünschten Maß tut. Bis dahin dürften die


Iraner weiter ihre Nachbarn attackieren, während die USA im Nahen Osten


immer weniger als Ordnungsmacht wahrgenommen werden. Mikko Huotari von


Merics bringt es auf den Punkt: "Trump zieht die Länder am Golf in einen


unabgesprochenen Krieg hinein, der ihr eigenes Geschäftsmodell gefährdet."


Genau daraus entsteht die Machtverschiebung. Wo das amerikanische


Schutzversprechen verblasst, wächst Chinas Raum. Und Peking denkt längst


weiter. Taiwans Opposition wird bereits mit wirtschaftlichen Angeboten


umworben - politisches Wohlverhalten natürlich vorausgesetzt. Auch in Taipeh


wird man sich inzwischen fragen, wie belastbar die Schutzversprechen aus


Washington wirklich noch sind.



Das Ganze läuft zudem auf einen verschärften Kampf um Rohstoffe hinaus.


https://www.bondguide.de/topnews/mwb-kapitalmarkt-standpunkt-commodities-energy-loading-willkommen-in-der-neuen-weltordnung/


So will China im Mai den Export von Schwefelsäure stoppen. Ein Detail?


Keineswegs. Schwefelsäure wird für Dünger, Kupferproduktion,


Elektrofahrzeuge, Halbleiter und die Pharmaproduktion gebraucht. Wer an so


einer Stelle dreht, bewegt Preise weltweit.



Europa ist in dieser Krise nicht deshalb besonders verwundbar, weil


plötzlich physisch nichts mehr aus Hormus käme. Das greift zu kurz. Die


eigentliche Schwachstelle liegt bei Preisen, Importabhängigkeiten,


LNG-Kosten, Transportketten und Versicherungsprämien. Anders gesagt: Nicht


der Tank ist das erste Problem, sondern die Rechnung. Europas Verwundbarkeit


ist damit vor allem markt-, wohlstands- und wettbewerbsbezogen.



Deutschland steht dafür exemplarisch. Beim Stromsystem wurde sichtbar


aufgeholt; Erneuerbare deckten 2025 bereits gut 55 Prozent des Strombedarfs.


Das ist realer Fortschritt, aber eben nur ein Teil der Wahrheit.


Stromfortschritt ist noch keine Gesamtenergiesouveränität. Deutschland


bleibt bei Öl, Gas, Industrieprozessen und Preisweitergabe verletzlich. Ein


globaler Energieschock trifft das Land daher weniger als Versorgungskollaps,


sondern als Wachstums-, Wohlstands- und Vertrauensproblem.



Genau deshalb lohnt ein nüchterner Blick auf Habeck. Der strategische Kern


seiner Linie war nicht falsch: Mehr heimische erneuerbare Energie senkt


geopolitische Abhängigkeit. Nur zeigt 2026 eben auch, wie weit der Weg noch


ist. Wer beim Strom vorankommt, ist als Volkswirtschaft noch lange nicht


frei.



Und dann kommt Berlin im Jahr 2026. Während China technokratisch puffert und


die USA den Schock politisch an der Zapfsäule bezahlen, wirkt Deutschlands


Regierung wie eine Fusion aus Kabarett und Trauerspiel. Klingbeil will


entlasten und eingreifen, Reiche blockt ab und erklärt zentrale Vorschläge


für teuer oder ineffektiv. Herausgekommen ist ein fauler Kompromiss: eine


zweimonatige Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent


pro Liter, Volumen etwa 1,6 Milliarden Euro. Gegenfinanziert werden soll das


nicht klassisch aus dem Haushalt, sondern über Maßnahmen gegen Ölkonzerne


beziehungsweise das Abschöpfen überhöhter Gewinne. Hinzu kommen die


Möglichkeit eines steuer- und abgabenfreien Einmalbonus von 1.000 Euro,


finanziert über eine höhere Tabaksteuer, sowie die Aussicht auf eine


Einkommensteuerreform ab Januar 2027. Das alles ist nicht nichts. Aber


stellen Sie sich das Geheule vor, hätte die Ampel das zu verantworten


gehabt.



Fast bezeichnender noch ist, was parallel passiert. Statt die Krise als


Moment der Verdichtung zu begreifen, verliert sich Berlin im Takt von


Boulevard, Empörungsreflex und täglicher Geräuschproduktion. Walgesänge im


Boulevard scheinen wichtiger zu sein als die schlichte Frage, wie


Deutschland Energie, Industrie und Wachstum wieder belastbar organisiert. So


entsteht das Bild einer Regierung, die dauernd sendet, aber nur selten


steuert.



Die bittere Pointe: Deutschland hat energiewirtschaftlich Fortschritte


gemacht, politisch aber noch keine Antwort gefunden, die dazu passt. Das


Land ist nicht mehr so abhängig wie früher, aber noch lange nicht robust.


Und die große Koalition wirkt schon vor der eigentlichen Bewährungsprobe


genauso gestrandet wie Timmy. Und der tut uns leid.



Zu mwb:



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für


Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister


mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt


und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der


Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE000A3EYLC7, WKN A3EYLC) an der


Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den


Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart.


Unsere Dienstleistungen umfassen Emissionsberatung & Listings,


Zahlstellenfunktion, Designated Sponsoring und institutionelle


Kundenbetreuung. Im Wertpapierhandel betreut mwb gut 46.000 Orderbücher für


deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um


Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds.


Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.



Kontakt und weitere Informationen:



mwb Wertpapierhandelsbank AG


Kai Jordan


Kleine Johannisstrasse 4


D-20457 Hamburg


Tel: +49 40-360995-20


E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com



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Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden


Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen,


die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet,


kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr


übernommen werden.



Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als


Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere


herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und


Meinungen stellen ausschließlich der Beurteilungen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar


und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden.



Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG oder ihre verbundenen Unternehmen


können von Zeit zu Zeit Bestände an den in diesem Dokument genannten


Wertpapieren oder an darauf basierenden derivaten Finanzinstrumenten halten,


können andere Dienstleistungen (einschließlich solcher als Berater) für


jedes in diesem Dokument genannte Unternehmen erbringen oder erbracht haben,


und können - soweit gesetzlich zulässig - die hierin enthaltenen


Informationen oder die Recherchen, auf denen sie beruhen, vor ihrer


Veröffentlichung verwendet haben.



Ein wie auch immer geartetes Beratungsverhältnis zwischen der mwb fairtrade


Wertpapierhandelsbank AG und dem Empfänger dieses Dokumentes wird durch die


Übersendung oder Weitergabe dieses Dokuments nicht begründet. Jeder


Empfänger muss eigene Anstrengungen unternehmen und Vorkehrungen zu treffen,


um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter


Berücksichtigung seiner persönlichen und wirtschaftlichen Belange zu prüfen.


Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haftet weder für Konsequenzen aus


dem Vertrauen auf in diesem Dokument enthaltenen Meinungen oder Aussagen


noch für Unvollständigkeiten in diesem Dokument. Jede US-Person, die dieses


Dokument erhält und Transaktionen mit hierin genannten Wertpapieren tätigen


möchte, ist verpflichtet, dies durch einen in den USA zugelassenen


Dienstleister zu tun.




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15.04.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


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Sprache: Deutsch


Unternehmen: mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG


Rottenbucher Straße 28


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