Graftech International Ltd
WKN: A41CHS / ISIN: US3843136074GrafTech: 1:10 Reverse Split und COO-Abgang
30.08.25 14:21
Börse Global
GrafTech International hat einen 1:10 Reverse Split umgesetzt – just als der Chief Operating Officer seinen Abschied bekanntgab. Die Aktie startete den Split-Freitag mit einem Minus von 2,18% bei 9,88 Dollar und fiel nachbörslich weiter auf 9,70 Dollar.
Tektonische Verschiebungen im Finanzgefüge
Die Kapitalmaßnahme automatisiert die Umwandlung von jeweils zehn Aktien in eine einzige. Parallel reduzierte das Unternehmen die Anzahl der autorisierten Stammaktien von 3 Milliarden auf 300 Millionen. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Kurs pro Aktie künstlich anzuheben und so institutionelle Anleger anzulocken, die höherpreisige Titel bevorzugen.
Doch was treibt GrafTech zu diesem drastischen Schritt? Das Unternehmen kämpfte monatelang mit Kursen unterhalb der NYSE-Mindestanforderungen und erhielt erst Anfang August die Compliance-Bestätigung zurück.
Führungswechsel in turbulenten Zeiten
Die Kapitalmaßnahme überschattet fast den Abgang von COO Jeremy S. Halford, der zum 12. September das Unternehmen verlässt. Sein Weggang erfolgt angeblich nicht aufgrund von Unstimmigkeiten, sondern für eine neue berufliche Chance.
Doch können Führungswechsel in solch kritischen Phasen wirklich folgenlos bleiben? Die Marktteilnehmer beobachten die Entwicklung mit Skepsis, zumal die jüngsten Quartalszahlen enttäuschten:
- Nettoverlust von 87 Millionen Dollar im Q2 2025
- Verlust pro Aktie von 0,34 Dollar (Analystenerwartung: -0,13 Dollar)
- Umsatz von 132 Millionen Dollar leicht unter Prognose
Lichtblicke am Horizont?
Trotz der düsteren Zahlen zeigen sich einige Analysten surprisingly optimistisch. BMO Capital erhöhte das Kursziel von 1,00 auf 1,50 Dollar und verwies auf positives EBITDA im zweiten Quartal – getrieben durch bessere Preise, Marktanteilsgewinne und Kostensenkungen. JP Morgan soll sein Rating von "Underweight" auf "Neutral" angehoben haben.
Die entscheidende Frage bleibt: Kann der Reverse Split tatsächlich institutionelles Interesse wecken? Oder handelt es sich lediglich um kosmetische Chirurgie, die die fundamentalen Probleme verschleiert?
All eyes on das Q3-Ergebnis Ende Oktober. Die Management-Pläne, die Preise für ungebundene Volumina um 15% anzuheben, könnten der Profitabilität auf die Sprünge helfen. Bis dahin navigieren Investoren durch unruhige Gewässer – mit einer Aktie, die trotz Split noch immer tief in der Verlustzone steckt.
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