Kaffee: Preise klettern
26.01.26 23:00
Börse Global
Die Futures-Märkte zeigen heute deutliche Volatilität — getrieben vor allem von einem kräftigen Anstieg beim Robusta. Der führende Januar-2026-Kontrakt in London stieg massiv, und auch Arabica in New York zog an. Wie lange kann diese Rally anhalten?
Die wichtigsten Marktdaten
- Robusta (ICE London, Jan-26): 4.332 USD/Tonne (+176 USD)
- Robusta (ICE London, Sep-26): 3.898 USD/Tonne (+77 USD)
- Arabica (ICE NY, Mär-26): 350,90 US-Cent/lb (+3,20 Cent)
- Vietnam Spot-Markt: knapp über 101.000 VND/kg (Neuhoch)
Robusta: Vietnam als kurzfristiger Preistreiber
Die aktuelle Rally beim Robusta hat ihren Kern in Vietnam. In mehreren Provinzen liegen die Inlandspreise erstmals über der Marke von 100.000 VND/kg. Händler berichten, dass Produzenten und Händler Lagerbestände zurückhalten. Zudem bremst das bevorstehende Tet-Fest den Handel weiter; die Folge ist eine spürbare Verknappung im Spotmarkt, die die Futures-Notierungen in London anheizt.
Arabica: Brasilien dämpft Angebotserwartungen
Für Arabica sorgt eine reduzierte Ernteprognose aus Brasilien für Unterstützung. Conab erwartet für 2025 rund 9,7 Prozent weniger Arabica-Produktion (auf 35,8 Mio. Sack). Zwar wird dort ein deutlicher Anstieg der Robusta-Produktion prognostiziert, doch diese Mengen gleichen die aktuelle Knappheit am Weltmarkt nicht aus. Die Trockenheit der letzten Monate hinterlässt damit spürbare Spuren in den Ernteerwartungen und stützt die Kurse in New York.
Währungen und Kapitalflüsse verstärken Anstieg
Ein schwächerer US-Dollar erhöht die Kaufkraft internationaler Nachfrager für in Dollar gehandelte Rohstoffe. Gleichzeitig fließen spekulative Mittel verstärkt in Agrarfutures, da einige Investoren Positionen in Sektoren mit klarem Aufwärtstrend suchen. Die Kombination aus physischer Knappheit in Asien, negativen Ernteprognosen in Brasilien und erhöhtem Terminmarktnachfrage drückt kurzfristig auf das Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht.
Kurzfristiger Ausblick
Kurzfristig bleibt der Preisdruck hoch. Solange vietnamesische Marktteilnehmer ihre Verkäufe drosseln und die brasilianischen Ernteprognosen unverändert niedrig bleiben, dürften die Futures auf den erhöhten Niveaus gehalten werden. Eine Entspannung ist vorerst unwahrscheinlich — belastende Faktoren wären nur ein spürbares Verkaufsangebot aus Vietnam nach dem Tet-Fest oder eine positive Revision der brasilianischen Produktionszahlen.
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