Saipem Aktie: Starke Zahlen, große Pläne
06.12.25 12:58
Börse Global
Saipem präsentiert robuste Quartalszahlen und sichert sich bedeutende neue Aufträge. Gleichzeitig steht die geplante Fusion mit Subsea 7 unter scharfer Beobachtung brasilianischer Wettbewerbshüter. Diese gegensätzlichen Kräfte bestimmen derzeit die Perspektive für den Aktienkurs.
Solide Finanzkraft im dritten Quartal
Das Unternehmen legte für das dritte Quartal 2025 überzeugende Zahlen vor. Der Umsatz stieg auf 3,8 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Noch deutlicher fiel das Wachstum beim bereinigten Betriebsergebnis (EBITDA) aus: Mit 437 Millionen Euro verbuchte Saipem ein Plus von 28,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ist das höchste Quartals-EBITDA seit 2012.
In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich der Umsatz auf fast 11 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 8 Prozent. Das EBITDA kletterte in diesem Zeitraum um 33 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Gesellschaft bekräftigte ihre Jahresprognose und verweist auf einen gut gefüllten Auftragsbestand sowie eine voll ausgebuchte Bauflotte für das Jahr 2026.
Neue Großaufträge und strategische Positionierung
Kürzlich gingen mehrere wichtige Projekte an Saipem. Am 1. Dezember sicherte sich das Unternehmen zwei Verträge von Dangote Fertilizer für den Bau von Harnstoffanlagen in Nigeria und Äthiopien. Nur wenige Tage später, am 5. Dezember, wurde Saipem gemeinsam mit ISS International S.p.A. als technischer Berater für Ghanas wegweisendes Waste-to-Sustainable Aviation Fuel (SAF)-Projekt ausgewählt. Dies unterstreicht die strategische Ausrichtung auf nachhaltige Energielösungen.
Zudem profitiert Saipem von Europas Bestrebungen, die Energiesicherheit zu erhöhen. Angesichts des geplanten EU-weiten Verbots russischen Gases bis 2027 gewinnt der Ausbau heimischer Kapazitäten an Bedeutung, was Saipem als wichtigen Dienstleister positioniert.
Fusion mit Subsea 7 unter Beschuss
Die geplante Fusion mit dem Konkurrenten Subsea 7 stößt bei wichtigen Kunden in Brasilien auf massiven Widerstand. Ölkonzerne wie Petrobras, ExxonMobil und TotalEnergies haben formelle Bedenken bei der brasilianischen Wettbewerbsbehörde Cade eingereicht. Sie fürchten, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb im Tiefsee-Markt erheblich einschränken könnte.
Das fusionierte Unternehmen "Saipem7" würde über einen Auftragsbestand von rund 43 Milliarden Euro und einen Jahresumsatz von etwa 21 Milliarden Euro verfügen. Die schärfsten Einwände betreffen das Geschäft mit Unterwasserleitungen (SURF), wo nur wenige globale Anbieter tätig sind. TotalEnergies bezweifelt in einer Stellungnahme, dass Auflagen die wettbewerblichen Risiken vollständig beseitigen könnten. Cade hat um zusätzliche Daten gebeten; ihre Entscheidung wird für den weiteren Verlauf der Fusion entscheidend sein.
Die starke operative Performance und der wachsende Auftragsbestand bilden ein solides Fundament für Saipem. Die finale Entscheidung der brasilianischen Behörde zur Fusion mit Subsea 7 im kommenden Quartal wird jedoch die strategische Weichenstellung für die kommenden Jahre bestimmen.
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