Südzucker Aktie: Radikaler Schnitt!
15.04.26 10:45
Börse Global
Massive Abschreibungen und eine gestrichene Dividende lösen normalerweise Panik aus. Bei Südzucker greifen Anleger am Mittwoch trotzdem zu und hieven das Papier zeitweise über die Marke von 12,50 Euro. Der Markt blickt über das bilanzielle Trümmerfeld des vergangenen Jahres hinweg und setzt auf die operative Wende.
Bilanz-Schock ohne Folgen
Das Management rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr mit Abschreibungen auf das Anlagevermögen zwischen 450 und 550 Millionen Euro. In der Konsequenz schlägt der Vorstand vor, die Dividende komplett auszusetzen. Trotz dieser Hiobsbotschaften zeigte sich der Titel im Xetra-Handel bemerkenswert resilient und legte in der Spitze um über 4 Prozent zu. Mit einem Plus von rund 37 Prozent seit Jahresbeginn gehört das Papier zu den Überraschungssiegern im laufenden Turnus.
Anleger scheinen die massiven Sonderbelastungen bereits eingepreist zu haben. Die Aktie hat sich seit ihrem Mehrjahrestief im Dezember 2025 bei 8,96 Euro um fast 40 Prozent erholt. Aktuell notiert das Papier bei 12,48 Euro und hält damit Tuchfühlung zum bisherigen Jahreshoch.
Ethanol rettet die Prognose
Marktbeobachter führen die Käufe auf den Ausblick für das bereits im März begonnene Geschäftsjahr 2026/27 zurück. Südzucker kalkuliert hier mit einem Konzern-EBITDA in einer Bandbreite von 480 bis 680 Millionen Euro. Während das namensgebende Zuckersegment weiterhin stagniert, liefern andere Sparten den nötigen Schwung.
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Folgende Faktoren stützen die neue Prognose:
* Höhere Prämien für Ethanol im Segment CropEnergies
* Steigende Absatzmengen bei Spezialprodukten
* Stabilisierung der Profitabilität durch laufende Sparprogramme
Parallel dazu kompensieren die Segmente Frucht und Spezialitäten die anhaltende Schwäche im traditionellen Zuckergeschäft. Investoren wetten darauf, dass die operative Verbesserung die bilanziellen Altlasten zeitnah überwiegt.
Fokus auf die Hauptversammlung
Ein wichtiger Termin für das Aktionariat ist die ordentliche Hauptversammlung im Juli 2026. Dort muss die vorgeschlagene Nullrunde bei der Dividende formal beschlossen werden. Zudem wird erwartet, dass das Management im zweiten Quartal weitere Details zur strategischen Neuausrichtung bekannt gibt.
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Technisch rückt nun die Marke von 13,00 Euro in den Fokus. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Widerstand würde den Weg zum 52-Wochen-Hoch bei 13,02 Euro ebnen. Solange die operativen Daten aus den Nebensegmenten die Erwartungen stützen, bleibt der Erholungstrend intakt.
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