Telecom Italia Aktie: Ermittler im Haus
27.03.26 07:35
Börse Global
Telecom Italia kommt nicht zur Ruhe. Während der Konzern gerade erst ein milliardenschweres Übernahmeangebot der staatlichen Poste Italiane prüft, rückt nun die Finanzpolizei an. Im Kern geht es um den Verdacht der Korruption bei öffentlichen IT-Aufträgen, der bis in die Führungsebene des Telekommunikationsriesen reicht.
Razzia in Rom
Am Donnerstag durchsuchten Beamte Büros in Rom, darunter den Arbeitsplatz eines Managers von Telecom Italia. Die Ermittlungen sind Teil einer größeren Untersuchung, die bereits 2024 rund um den staatlichen IT-Dienstleister Sogei begann. Es besteht der Verdacht, dass Schmiergeldfonds eingerichtet wurden, um öffentliche Ausschreibungen zu manipulieren.
Insgesamt stehen 26 Personen im Visier der Staatsanwaltschaft, wobei auch Unternehmen wie der Stromnetzbetreiber Terna und die nationale Eisenbahngesellschaft RFI betroffen sind. Besonders brisant: Die Ermittlungen treffen auch das Polo Strategico Nazionale (PSN), an dem Telecom Italia neben Leonardo und der Staatsbank CDP beteiligt ist.
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Der 10,8-Milliarden-Plan
Diese Unruhe trifft das Unternehmen in einer kritischen Phase der Neuordnung. Erst am 22. März legte die staatlich kontrollierte Poste Italiane ein offizielles Übernahmeangebot über 10,8 Milliarden Euro vor. Ziel ist die vollständige Kontrolle und ein anschließendes Delisting der Aktie noch in diesem Jahr. Die italienische Regierung forciert diesen Schritt offenbar, um eine nationale digitale Infrastruktur unter staatlicher Führung aufzubauen.
Anleger reagierten bisher verhalten auf die Gemengelage. Die Aktie notiert mit 0,59 Euro weiterhin rund elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,66 Euro. Barclays hat sich derweil am Markt positioniert und hält laut jüngsten Meldungen einen Anteil von rund 5,4 Prozent am Unternehmen.
Fristen im Infrastrukturgeschäft
Zusätzlicher Druck entsteht durch den Infrastrukturbetreiber Inwit. Hier prüft Telecom Italia derzeit mögliche Entschädigungszahlungen, da Partner wie Vodafone und Fastweb ihre Verträge kürzen wollen, um Kosten zu sparen.
Bis zum 31. März müssen die vertraglichen Anpassungen mit Inwit abgeschlossen sein. Dieser Termin ist für die kurzfristige Bewertung der Kostenstruktur und der künftigen Cashflows von Telecom Italia entscheidend, während der Vorstand parallel das Übernahmeangebot der Post bewertet.
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