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Fr, 17. April 2026, 9:11 Uhr

UBS Group AG

WKN: A12DFH / ISIN: CH0244767585

UBS Aktie: Kapitalforderung trifft Rekordintegration


20.03.26 15:45
Börse Global

UBS Aktie: Kapitalforderung trifft Rekordintegration

Die technische Mammutaufgabe ist erledigt — alle ehemaligen Credit-Suisse-Kunden laufen nun auf UBS-Systemen. Kaum ist dieser Meilenstein gesetzt, richtet sich der Blick auf Bern: Mitte April dürfte der Bundesrat strengere Kapitalanforderungen beschließen, die für die Großbank erhebliche Konsequenzen hätten.


Zusätzlicher Kapitalbedarf in Milliardenhöhe

Der Kern der geplanten Eigenmittelverordnung: Systemrelevante Schweizer Banken sollen künftig weder Software noch latente Steueransprüche zum Eigenkapital zählen dürfen. Alle vorgeschlagenen Verschärfungen zusammen würden UBS zwingen, rund 26 Milliarden US-Dollar zusätzliches Kapital vorzuhalten — und die CET1-Mindestanforderung auf 17 bis 19 Prozent heben, rund 50 Prozent über dem internationalen Niveau.


UBS hatte sich bereits im Herbst gegen diese Pläne positioniert und die Vorschläge als „unverhältnismäßig" bezeichnet. Schon heute hält die Bank rund 7 Milliarden US-Dollar mehr an hartem Kernkapital als vergleichbare EU- und britische Institute — die neuen Regeln würden diesen Wettbewerbsnachteil deutlich vergrößern.


Laut „SonntagsBlick" hat Finanzministerin Karin Keller-Sutter eine breite Mehrheit im Bundesrat hinter sich: SP-Vertreter, FDP-Kollege Ignazio Cassis und Mitte-Mann Martin Pfister unterstützen den Vorstoß, möglicherweise auch die SVP-Vertreter. Die Verordnung kann der Bundesrat im Alleingang beschließen; lediglich die begleitende Gesetzesänderung unterliegt der parlamentarischen Kontrolle. Bürgerliche Parlamentarier hatten bereits einen Kompromissvorschlag eingebracht, der die Unterlegung von Auslandstöchtern mit günstigeren AT-1-Anleihen statt hartem Eigenkapital erlauben würde.

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Integration läuft — Kostenziel bleibt

Parallel zur regulatorischen Debatte schreitet die interne Konsolidierung voran. UBS will die finale Phase — inklusive Stilllegung veralteter IT-Infrastruktur — bis Ende 2026 weitgehend abschließen. Die Dimension des Projekts verdeutlicht eine Zahl: Über 132.000 Schulungsstunden und mehr als 80.000 Tests waren nötig, um die Migration zu stemmen. Die Zahlungsvolumina auf der internen Plattform stiegen infolgedessen um 25 Prozent auf fast 3,1 Millionen Transaktionen täglich. Das Gesamtkosteneinsparungsziel bis Ende 2026 liegt bei 13,5 Milliarden US-Dollar.


Die UBS-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 20 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 37,04 Euro. Der April bringt zwei konkrete Weichenstellungen: den Bundesratsbeschluss zur Eigenmittelverordnung sowie den Quartalsbericht zum ersten Quartal 2026, den UBS für den 29. April angekündigt hat. Beide Ereignisse dürften die Diskussion über die künftige Kapitalstruktur der Bank maßgeblich prägen.


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