UBS Aktie: Vollgas in den USA
23.03.26 09:00
Börse Global
Die OCC-Genehmigung ist unter Dach und Fach — UBS darf ihre US-Tochter nun als national zugelassene Bank betreiben. Damit öffnet sich für die Schweizer Großbank der Zugang zum Alltags-Banking im weltgrößten Vermögensmarkt: Girokonten, Sparkonten, Hypotheken. Produkte, die US-Konkurrenten längst anbieten.
Die Amerika-Division von UBS verwaltet bereits 2,3 Billionen Dollar an investiertem Vermögen und beschäftigt rund 5.800 Berater. Mit der neuen nationalen Banklizenz sollen Kunden künftig mehr Vermögen auf einer einzigen Plattform konsolidieren — direkt verzahnt mit ihrer Beratungsbeziehung. CEO Brian Carlin spricht davon, "direkt im Alltags-Banking zu konkurrieren". Eine neue Plattform soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 eingeführt werden.
Expansion mit Gegenwind
Der Zeitpunkt ist nicht ohne Tücken. Im vierten Quartal verzeichnete UBS Netto-Abflüsse von mehr als 14 Milliarden Dollar — ein Nebeneffekt aggressiver Kostensenkungen, die zwar die Margen verbesserten, aber auch Berater vergrätzt haben. Die Expansion in neue Produktkategorien ist damit auch eine Antwort auf strukturelle Schwächen im bestehenden Geschäft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Parallel dazu wächst der Druck aus Bern. Die Schweizer Regierung prüft, ob UBS ihre Auslandstöchter künftig mit 100 statt 60 Prozent ihres Werts besichern muss — was bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital erfordern würde. CFO Todd Tuckner rechnet "in ein paar Wochen" mit Klarheit über die Kapitalreformen, die im April finalisiert werden sollen. Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher soll vor diesem Hintergrund sogar Gespräche über eine mögliche Sitzverlegung in die USA geführt haben.
Generalversammlung im April
Am 15. April trifft sich UBS zur ordentlichen Generalversammlung in Basel. Auf dem Programm stehen eine Bardividende von 1,10 US-Dollar je Aktie sowie ein Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar für 2026. Zudem werden drei neue Verwaltungsräte zur Wahl vorgeschlagen — darunter der frühere BIZ-Chef Agustín Carstens und Ex-Apple-CFO Luca Maestri.
Kelleher hat außerdem signalisiert, dass UBS eine Akquisition im US-Wealth-Management prüfen würde, sobald die Credit-Suisse-Integration abgeschlossen ist. Die Lizenz ist der erste Schritt — der Aufbau einer wettbewerbsfähigen US-Bankplattform wird die eigentliche Aufgabe der nächsten Jahre.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Drei Jahre nach der Notübernahme der Credit Suisse zieht die UBS einen Schlussstrich. Auf der Generalversammlung ...
Zwei Nachrichten dominieren heute das Bild rund um die Schweizer Großbank — und beide haben das Zeug, den weiteren ...
Während die Aktionäre in Basel heute über Dividenden und prominente Neuzugänge abstimmen, braut sich ...
