easyJet Aktie: Ölpreis trifft ins Mark
16.04.26 21:40
Börse Global
Der britische Billigflieger kämpft gleich an mehreren Fronten. Gestiegene Kerosinpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, schwächelnde Buchungszahlen und eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten — das erste Geschäftshalbjahr wird für easyJet kein Ruhmesblatt.
Kerosin auf Rekordniveau, Verluste vorprogrammiert
Der Ölpreisanstieg hat handfeste Spuren hinterlassen. Allein im März entstanden Einmalkosten von 25 Millionen Pfund. Noch drastischer wird der Unterschied beim Kerosinpreis deutlich: Am Spotmarkt kletterte der Preis Mitte April auf rund 1.500 Dollar je Tonne — während sich easyJet 70 Prozent seines Sommerbedarfs bereits zu 706 Dollar pro Tonne gesichert hatte. Diese Absicherung federt den Schmerz ab, eliminiert ihn aber nicht.
Für das erste Geschäftshalbjahr, das Ende März endete, erwartet das Unternehmen einen Vorsteuerverlust zwischen 540 und 560 Millionen Pfund. Hinzu kommen 30 Millionen Pfund, die für laufende Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt wurden. CEO Kenton Jarvis räumte bereits ein, dass die Zahlen hinter dem Vorjahresniveau zurückbleiben werden — als Hauptursachen nannte er neben dem Konflikt im Nahen Osten auch verschärften Wettbewerb auf einzelnen Märkten.
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Ostern stark, aber Buchungsfenster trübt sich ein
Nicht alles zeigt nach unten. Die Osterreisesaison verlief nach Konzernangaben so gut wie nie zuvor, und die Hochsaison im Sommer läuft planmäßig an. Das gibt zumindest einen stabilen Boden für die zweite Jahreshälfte.
Trotzdem reagierten Anleger heute alarmiert: Die Aktie verlor zu Handelsbeginn zeitweise sieben Prozent, ehe sich das Minus auf rund drei Prozent einpendelte. Die gedämpfte Vorausschau, die das Unternehmen mit dem ungewöhnlich kurzen Buchungshorizont begründet, dürfte dabei wesentlich zur Nervosität beigetragen haben.
Am 21. Mai legt easyJet die vollständigen Halbjahreszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie tief der Ölpreisschock tatsächlich ins Ergebnis geschnitten hat.
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