ASML Anfangsposition aufbauen
05.04.01 00:00
Financial.de
Die niederländische ASM Lithography (WKN 894248) hat sich knapp hinter Nikon zum zweitgrößten Anbieter von Photolithographie-Equipment hochgearbeitet, berichten die Analysten von Financial.de.
Stepper bzw. Scanner seien die strategisch wichtigsten Komponenten, da sie über die Strukturbreite einen direkten positiven Einfluss auf die Profitabilität der Hersteller hätten. Die Strukturbreite sei auf nunmehr 0,15 Mikron gefallen. Bedingt durch die technologische Überlegenheit habe ASML im Zuge dieses Prozesses seinen Marktanteil von 15% auf rund 43% ausbauen können. Ferner treibe der Übergang auf die 300mm-Produktion die Nachfrage. ASML biete mit dem Twinscan Scanner einen 0,15 Mikron-fähigen 300mm-Scanner an. Zusätzlich habe ASML noch Konkurrent SVG im letzten Herbst für 1,65 Mrd. EUR übernommen, die 50% ihrer Scanner-Umsätze mit Intel machen würden.
Die Bedeutung der Akquisition liege in der technologischen Weiterentwicklung. Um die Strukturbreiten auf unter 0,13 Mikron zu bringen, benötige man neue Systemgenerationen mit dem 193nm ArF-Excimerlaser. Die nächste Systemgeneration für 0,07 Mikron könne man nur noch mit Extreme Ultraviolett Photolitography erreichen, die Forschungsinvestitionen von über 1 Mrd. USD verschlinge. Als einziger amerikanischer Stepperhersteller gelte SVG zusammen mit der Linsenproduktion als wichtig für die nationale Sicherheit, so dass die Transaktion momentan vom US-Kongreß geprüft werde. ASML würden die Experten für klar technologisch dominierend halten mit entsprechend überschaubaren firmenspezifischen Risiken. Das Risiko im Investment in die Halbleiterequipmentindustrie liege im Timing. Zur Zeit würden massiv Investitionen seitens der Hersteller zurückgefahren.
Entsprechend habe ASML seine Geräteabsatzerwartung auf -10 bis -25% bzw. rund 280 Geräte reduziert. Insgesamt dürfte die Capex in der gesamten Branche in diesem Jahr um 21% zurückgehen. Diese industrieüblichen Zyklen hätten im letzten Downturn zu einer Fünftelung der Aktie geführt. Diesmal habe sie sich nur halbiert. Entsprechend bestehe momentan zu den historischen Bottom-Bewertungen ein Rückschlagsrisiko von gut 50%. Der Newsflow dürfte bis in den Sommer hinein erheblich negativ sein, da immer mehr Kunden ihre Orders canceln würden. Die Analysten würden eine Bodenbildung in den Wachstumsraten der Industrie für den Spätsommer erwarten. Der Markt antizipiere anders als früher die Dinge aber schon sehr viel früher, so dass schon jetzt ein Großteil der Horrormeldungen eingepreist seien. Entsprechend würden die Analysten zunächst erst eine Anfangsposition aufbauen und würden bei einem weiteren evtl. Rückschlag im Sommer nachsetzen.
Stepper bzw. Scanner seien die strategisch wichtigsten Komponenten, da sie über die Strukturbreite einen direkten positiven Einfluss auf die Profitabilität der Hersteller hätten. Die Strukturbreite sei auf nunmehr 0,15 Mikron gefallen. Bedingt durch die technologische Überlegenheit habe ASML im Zuge dieses Prozesses seinen Marktanteil von 15% auf rund 43% ausbauen können. Ferner treibe der Übergang auf die 300mm-Produktion die Nachfrage. ASML biete mit dem Twinscan Scanner einen 0,15 Mikron-fähigen 300mm-Scanner an. Zusätzlich habe ASML noch Konkurrent SVG im letzten Herbst für 1,65 Mrd. EUR übernommen, die 50% ihrer Scanner-Umsätze mit Intel machen würden.
Die Bedeutung der Akquisition liege in der technologischen Weiterentwicklung. Um die Strukturbreiten auf unter 0,13 Mikron zu bringen, benötige man neue Systemgenerationen mit dem 193nm ArF-Excimerlaser. Die nächste Systemgeneration für 0,07 Mikron könne man nur noch mit Extreme Ultraviolett Photolitography erreichen, die Forschungsinvestitionen von über 1 Mrd. USD verschlinge. Als einziger amerikanischer Stepperhersteller gelte SVG zusammen mit der Linsenproduktion als wichtig für die nationale Sicherheit, so dass die Transaktion momentan vom US-Kongreß geprüft werde. ASML würden die Experten für klar technologisch dominierend halten mit entsprechend überschaubaren firmenspezifischen Risiken. Das Risiko im Investment in die Halbleiterequipmentindustrie liege im Timing. Zur Zeit würden massiv Investitionen seitens der Hersteller zurückgefahren.
Entsprechend habe ASML seine Geräteabsatzerwartung auf -10 bis -25% bzw. rund 280 Geräte reduziert. Insgesamt dürfte die Capex in der gesamten Branche in diesem Jahr um 21% zurückgehen. Diese industrieüblichen Zyklen hätten im letzten Downturn zu einer Fünftelung der Aktie geführt. Diesmal habe sie sich nur halbiert. Entsprechend bestehe momentan zu den historischen Bottom-Bewertungen ein Rückschlagsrisiko von gut 50%. Der Newsflow dürfte bis in den Sommer hinein erheblich negativ sein, da immer mehr Kunden ihre Orders canceln würden. Die Analysten würden eine Bodenbildung in den Wachstumsraten der Industrie für den Spätsommer erwarten. Der Markt antizipiere anders als früher die Dinge aber schon sehr viel früher, so dass schon jetzt ein Großteil der Horrormeldungen eingepreist seien. Entsprechend würden die Analysten zunächst erst eine Anfangsposition aufbauen und würden bei einem weiteren evtl. Rückschlag im Sommer nachsetzen.
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