SoftBank Aktie: Milliarden-Investment in Intel - Wetten die Japaner jetzt auf den Chip-Turnaround?
20.08.25 10:53
aktiencheck.de
Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -
Die SoftBank Group Corp. (ISIN: JP3436100006, WKN: 891624, Ticker-Symbol: SFT, TSE-Symbol: 9984, NASDAQ OTC-Symbol: SFTBF) sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Am Mittwoch brach die Aktie in Tokio um 7,1 Prozent auf 14.890 JPY ein. Grund sind gleich mehrere Nachrichten, die den Markt bewegen. Zum einen hat der japanische Tech-Investor überraschend angekündigt, im großen Stil bei Intel einzusteigen. Für rund 2 Milliarden US-Dollar kauft SoftBank etwa 87 Millionen Aktien des US-Chipkonzerns zu einem Preis von 23 USD pro Stück. Damit wird SoftBank mit einem Anteil von rund 2 Prozent sechstgrößter Anteilseigner von Intel. Zum anderen bleibt die Aktie selbst unter Druck, da Analysten das Kursniveau kritisch sehen.
Der Schritt kam für viele überraschend. SoftBank-Chef Masayoshi Son ist bekannt für mutige Investments. Nun setzt er auf Intel, ein Unternehmen, das zuletzt mehr mit Krisen als mit Innovationen Schlagzeilen machte. Doch Son sieht in Intel offenbar einen Partner, mit dem SoftBank seine US-Aktivitäten ausbauen und gleichzeitig seine Chip-Ambitionen vorantreiben kann.
Interessant ist auch das Timing: In den USA wird derzeit diskutiert, staatliche Zuschüsse aus dem "Chips Act" möglicherweise in Eigenkapital umzuwandeln. Gerüchte über eine Staatsbeteiligung hatten die Intel-Aktie am Donnerstag und Freitag angetrieben, ehe es am Montag zu Gewinnmitnahmen kam. SoftBank nutzt das Umfeld nun für einen spektakulären Einstieg.
Während Intel nach den Gerüchten um den Staatseinfluss zeitweise stark anzog, musste SoftBank selbst am Mittwoch einen Kursverlust von 7,1 Prozent hinnehmen. Der Schlusskurs lag bei 14.890 JPY. Damit zeigt sich: Anleger sind skeptisch, ob die Milliarden-Investition wirklich nachhaltig Rendite bringt. SoftBank ist ohnehin bekannt für ihre aggressive Investmentstrategie – von Vision Fund bis zu riskanten Tech-Wetten. Nun geht es also um die Frage, ob der Intel-Deal ein genialer Schachzug oder ein teures Experiment wird.
1. Stärkung der Chip-Strategie: SoftBank besitzt bereits ARM, den weltbekannten Chip-Designer. Mit Intel im Portfolio könnte eine neue Allianz entstehen.
2. Expansion in den USA: Durch den Anteil an Intel positioniert sich SoftBank noch stärker in den USA, einem Schlüsselmarkt für Technologie.
3. Politischer Rückenwind: Sollte der US-Staat tatsächlich stärker bei Intel einsteigen, könnte auch SoftBank davon profitieren.
4. Langfristige Diversifikation: SoftBank sichert sich ein weiteres Standbein neben seinen bisherigen Tech-Beteiligungen.
5. Günstiger Einstieg: Mit 23 USD pro Aktie liegt der Kaufpreis nahe an den Tiefstständen – sollte Intel den Turnaround schaffen, wäre die Rendite enorm.
1. Intel bleibt angeschlagen: Der Konzern kämpft mit schwacher Marktstellung im High-End-Segment und massiven Investitionskosten.
2. Hohe Abhängigkeit von politischen Faktoren: Der "Chips Act" ist politisch umstritten, Änderungen könnten Intel belasten.
3. Bewertungsrisiko bei SoftBank: Die Aktie ist stark von den Erfolgen einzelner Investments abhängig.
4. Verschuldung: SoftBank trägt hohe Schulden, weitere Milliarden-Investments könnten die Bilanz belasten.
5. Negative Analystenstimmen: Ein Großteil der Experten sieht wenig bis kein Kurspotenzial mehr.
Die aktuelle Analystenübersicht zeigt ein gespaltenes Bild. Sortiert nach Aufwärtspotenzial in Prozent ergibt sich folgendes Ranking:
Oliver Matthew sieht in SoftBank trotz Bewertungsrisiken Chancen. Er argumentiert, dass die Beteiligungen mittel- bis langfristig enorme Renditen liefern könnten. Besonders der Anteil an ARM bleibe ein "strategischer Joker".
Daisaku Masuno hält SoftBank für unterbewertet, auch wenn kurzfristig Druck auf der Aktie lastet. Er glaubt, dass der Konzern von der KI-Welle profitieren wird, da ARM und andere Beteiligungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Atul Goyal zeigt sich skeptischer. Er verweist auf die hohen Risiken im Portfolio und die Tatsache, dass SoftBank massiv von externen Faktoren abhängig bleibt. Sein Kursziel signalisiert deutliches Rückschlagpotenzial.
Paul Golding bleibt positiv und verweist auf die enorme Investment-Power von SoftBank. Gleichzeitig mahnt er, dass Anleger mit hoher Volatilität rechnen müssen. Sein Kursziel liegt unter dem aktuellen Niveau, dennoch sieht er langfristig Chancen.
Mitsunobu Tsuruo rät zur Vorsicht. Zwar seien einzelne Beteiligungen wie ARM stark positioniert, doch die Verschuldung und die unklare Strategie bei manchen Investments belasten.
Yusuke Hori sieht in der Aktie trotz gewaltigem Abschlag Chancen. Seine Begründung: SoftBank könnte vom Intel-Deal langfristig stark profitieren, auch wenn kurzfristig Risiken überwiegen.
Tetsuro Tsuaska ist der größte Skeptiker. Er warnt vor einer Überbewertung und sieht die Gefahr, dass SoftBank sich mit riskanten Investments übernimmt. Sein Kursziel liegt massiv unter dem aktuellen Stand.
Die Analysten sind sich uneinig, die Kursziele reichen von moderaten Rücksetzern bis zu massiven Einbrüchen. Dennoch gibt es auch optimistische Stimmen, die SoftBank auf lange Sicht als Gewinner sehen. Der Einstieg bei Intel könnte sich als entscheidender Schachzug erweisen – oder als teure Fehlwette. Für Anleger bleibt die Aktie damit eine Wette auf Masayoshi Sons Instinkt und den globalen Tech-Markt.
Und jetzt mal ehrlich: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann teile ihn mit deinen Freunden – am besten sofort. Denn wer SoftBank schon für verrückt hält, wird deine Investment-Gespräche nach diesem Artikel garantiert lieben.
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 20. August 2025
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (20.08.2025/ac/a/a)
SoftBank News: Einstieg bei Intel überrascht – Chancen und Risiken für Anleger im Fokus
Die SoftBank Group Corp. (ISIN: JP3436100006, WKN: 891624, Ticker-Symbol: SFT, TSE-Symbol: 9984, NASDAQ OTC-Symbol: SFTBF) sorgt wieder einmal für Schlagzeilen. Am Mittwoch brach die Aktie in Tokio um 7,1 Prozent auf 14.890 JPY ein. Grund sind gleich mehrere Nachrichten, die den Markt bewegen. Zum einen hat der japanische Tech-Investor überraschend angekündigt, im großen Stil bei Intel einzusteigen. Für rund 2 Milliarden US-Dollar kauft SoftBank etwa 87 Millionen Aktien des US-Chipkonzerns zu einem Preis von 23 USD pro Stück. Damit wird SoftBank mit einem Anteil von rund 2 Prozent sechstgrößter Anteilseigner von Intel. Zum anderen bleibt die Aktie selbst unter Druck, da Analysten das Kursniveau kritisch sehen.
SoftBanks Intel-Wette: Strategischer Schachzug oder riskantes Abenteuer?
Der Schritt kam für viele überraschend. SoftBank-Chef Masayoshi Son ist bekannt für mutige Investments. Nun setzt er auf Intel, ein Unternehmen, das zuletzt mehr mit Krisen als mit Innovationen Schlagzeilen machte. Doch Son sieht in Intel offenbar einen Partner, mit dem SoftBank seine US-Aktivitäten ausbauen und gleichzeitig seine Chip-Ambitionen vorantreiben kann.
Interessant ist auch das Timing: In den USA wird derzeit diskutiert, staatliche Zuschüsse aus dem "Chips Act" möglicherweise in Eigenkapital umzuwandeln. Gerüchte über eine Staatsbeteiligung hatten die Intel-Aktie am Donnerstag und Freitag angetrieben, ehe es am Montag zu Gewinnmitnahmen kam. SoftBank nutzt das Umfeld nun für einen spektakulären Einstieg.
Kursentwicklung: SoftBank unter Druck
Während Intel nach den Gerüchten um den Staatseinfluss zeitweise stark anzog, musste SoftBank selbst am Mittwoch einen Kursverlust von 7,1 Prozent hinnehmen. Der Schlusskurs lag bei 14.890 JPY. Damit zeigt sich: Anleger sind skeptisch, ob die Milliarden-Investition wirklich nachhaltig Rendite bringt. SoftBank ist ohnehin bekannt für ihre aggressive Investmentstrategie – von Vision Fund bis zu riskanten Tech-Wetten. Nun geht es also um die Frage, ob der Intel-Deal ein genialer Schachzug oder ein teures Experiment wird.
Chancen für SoftBank
1. Stärkung der Chip-Strategie: SoftBank besitzt bereits ARM, den weltbekannten Chip-Designer. Mit Intel im Portfolio könnte eine neue Allianz entstehen.
2. Expansion in den USA: Durch den Anteil an Intel positioniert sich SoftBank noch stärker in den USA, einem Schlüsselmarkt für Technologie.
3. Politischer Rückenwind: Sollte der US-Staat tatsächlich stärker bei Intel einsteigen, könnte auch SoftBank davon profitieren.
4. Langfristige Diversifikation: SoftBank sichert sich ein weiteres Standbein neben seinen bisherigen Tech-Beteiligungen.
5. Günstiger Einstieg: Mit 23 USD pro Aktie liegt der Kaufpreis nahe an den Tiefstständen – sollte Intel den Turnaround schaffen, wäre die Rendite enorm.
Risiken für SoftBank
1. Intel bleibt angeschlagen: Der Konzern kämpft mit schwacher Marktstellung im High-End-Segment und massiven Investitionskosten.
2. Hohe Abhängigkeit von politischen Faktoren: Der "Chips Act" ist politisch umstritten, Änderungen könnten Intel belasten.
3. Bewertungsrisiko bei SoftBank: Die Aktie ist stark von den Erfolgen einzelner Investments abhängig.
4. Verschuldung: SoftBank trägt hohe Schulden, weitere Milliarden-Investments könnten die Bilanz belasten.
5. Negative Analystenstimmen: Ein Großteil der Experten sieht wenig bis kein Kurspotenzial mehr.
Analystenstimmen zur SoftBank-Aktie
Die aktuelle Analystenübersicht zeigt ein gespaltenes Bild. Sortiert nach Aufwärtspotenzial in Prozent ergibt sich folgendes Ranking:
Oliver Matthew, CLSA – Kursziel 12.348 bis 14.033 JPY, -5,76 % Downside, Empfehlung: BUY
Oliver Matthew sieht in SoftBank trotz Bewertungsrisiken Chancen. Er argumentiert, dass die Beteiligungen mittel- bis langfristig enorme Renditen liefern könnten. Besonders der Anteil an ARM bleibe ein "strategischer Joker".
Daisaku Masuno, Nomura – Kursziel 12.960 bis 14.120 JPY, -5,17 % Downside, Empfehlung: BUY
Daisaku Masuno hält SoftBank für unterbewertet, auch wenn kurzfristig Druck auf der Aktie lastet. Er glaubt, dass der Konzern von der KI-Welle profitieren wird, da ARM und andere Beteiligungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Atul Goyal, Jefferies – Kursziel 7.780 bis 10.490 JPY, -26,53 % Downside, Empfehlung: HOLD
Atul Goyal zeigt sich skeptischer. Er verweist auf die hohen Risiken im Portfolio und die Tatsache, dass SoftBank massiv von externen Faktoren abhängig bleibt. Sein Kursziel signalisiert deutliches Rückschlagpotenzial.
Paul Golding, Macquarie – Kursziel 12.950 bis 11.000 JPY, -26,12 % Downside, Empfehlung: BUY
Paul Golding bleibt positiv und verweist auf die enorme Investment-Power von SoftBank. Gleichzeitig mahnt er, dass Anleger mit hoher Volatilität rechnen müssen. Sein Kursziel liegt unter dem aktuellen Niveau, dennoch sieht er langfristig Chancen.
Mitsunobu Tsuruo, Citi – Kursziel 10.000 JPY, -32,84 % Downside, Empfehlung: HOLD
Mitsunobu Tsuruo rät zur Vorsicht. Zwar seien einzelne Beteiligungen wie ARM stark positioniert, doch die Verschuldung und die unklare Strategie bei manchen Investments belasten.
Yusuke Hori, Mizuho Securities – Kursziel 9.000 JPY, -39,56 % Downside, Empfehlung: BUY
Yusuke Hori sieht in der Aktie trotz gewaltigem Abschlag Chancen. Seine Begründung: SoftBank könnte vom Intel-Deal langfristig stark profitieren, auch wenn kurzfristig Risiken überwiegen.
Tetsuro Tsuaska, Morgan Stanley – Kursziel 9.000 bis 8.000 JPY, -46,27 % Downside, Empfehlung: HOLD
Tetsuro Tsuaska ist der größte Skeptiker. Er warnt vor einer Überbewertung und sieht die Gefahr, dass SoftBank sich mit riskanten Investments übernimmt. Sein Kursziel liegt massiv unter dem aktuellen Stand.
Fazit: SoftBank bleibt ein Hochrisiko-Investment mit Potenzial
Die Analysten sind sich uneinig, die Kursziele reichen von moderaten Rücksetzern bis zu massiven Einbrüchen. Dennoch gibt es auch optimistische Stimmen, die SoftBank auf lange Sicht als Gewinner sehen. Der Einstieg bei Intel könnte sich als entscheidender Schachzug erweisen – oder als teure Fehlwette. Für Anleger bleibt die Aktie damit eine Wette auf Masayoshi Sons Instinkt und den globalen Tech-Markt.
Und jetzt mal ehrlich: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann teile ihn mit deinen Freunden – am besten sofort. Denn wer SoftBank schon für verrückt hält, wird deine Investment-Gespräche nach diesem Artikel garantiert lieben.
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 20. August 2025
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (20.08.2025/ac/a/a)
16.04.26
, Börse Global
SoftBank Aktie: Syndikat wächstSoftBank zieht die Kapitalschraube weiter an. Der japanische Technologieinvestor erweitert das Konsortium für seinen ...
15.04.26
, Börse Global
SoftBank Aktie: Joint Venture fix!Japans Industrie formiert sich neu, und SoftBank übernimmt die Führung. Gemeinsam mit NEC, Honda und Sony hat ...
14.04.26
, Börse Global
SoftBank Aktie: Arm trägt den KursDer Kurssprung kam nicht aus dem Nichts. SoftBank-Aktien legten heute um 12 % zu — und der Haupttreiber war nicht SoftBank ...
